
Płochacz niemiecki - Wachtelhund
FCI-Gruppe
8• FCI 104
Größe
Mittel
Herkunftsland
DE
Höhe
45-54 cm
Gewicht
18-25 kg
Lebenserwartung
12-14 Jahre
Temperament
Überblick
Der Deutsche Wachtelhund, auch bekannt als Deutscher Wachtelhund, ist eine außergewöhnliche Jagdhunderasse aus Deutschland. Seine Geschichte reicht bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurück, als er als vielseitiger Helfer für Jäger gezüchtet wurde. Der Vorfahre der Rasse war Lord Augusta 1834 L aus Staufenberg in Oberbayern, dessen Gene das Fundament für die gesamte Population der modernen Wachtelhunde bildeten.
Die Rasse zeichnet sich durch ein langes, dichtes und welliges Fell aus, das effektiv vor ungünstigen Witterungsbedingungen während der Arbeit im Gelände schützt. Es handelt sich um einen mittelgroßen Hund mit kräftigem Knochenbau und einem proportionalen, harmonischen Körper. Der edle Kopf mit langen, hängenden Ohren verleiht ihm ein charakteristisches, unverwechselbares Aussehen, das sowohl Jäger als auch Hundefreunde anzieht.
Der Deutsche Wachtelhund zeigt eine außergewöhnliche Leidenschaft für die Suche nach Wild und das Aufscheuchen von Vögeln, was ihn zu einem unersetzlichen Begleiter bei der Jagd macht. Seine Vielseitigkeit besteht in der Fähigkeit, sowohl im Wasser als auch an Land zu arbeiten, verletztes Wild zu verfolgen und zu apportieren. Neben seinen außergewöhnlichen jagdlichen Fähigkeiten ist er auch ein ausgezeichneter Familienhund – sein freundliches Wesen und die Fähigkeit, sich an das Leben in der Familie anzupassen, machen ihn zum Liebling vieler Besitzer auf der ganzen Welt.
Diese intelligente Rasse ist lernwillig und kooperativ mit ihrem Führer, was das Training erheblich erleichtert. Sie ist die ideale Wahl für Menschen, die einen aktiven Begleiter für gemeinsame Abenteuer suchen. Es ist jedoch zu beachten, dass sie regelmäßige, intensive Spaziergänge und körperliche Aktivität benötigt, aufgrund des hohen Bewegungsbedarfs, der für Jagdhunde typisch ist. Trotz des starken Jagdinstinkts kommt der Wachtelhund gut mit Kindern und anderen Haustieren aus, vorausgesetzt, er wird von Welpenalter an richtig sozialisiert.
Als Jagdhund zeigt er eine erhebliche Selbstständigkeit bei der Arbeit im Gelände, kann sich jedoch gleichzeitig den Anweisungen seines Führers unterordnen, wenn dies erforderlich ist. Er ist weder aggressiv noch nervös, was ihn für Besitzer mit unterschiedlichem Erfahrungsgrad geeignet macht. Der Deutsche Wachtelhund benötigt engen Kontakt zu seinem Besitzer und toleriert keine lange Einsamkeit. Seine unerschütterliche Treue und tiefe Bindung machen ihn zu einem unersetzlichen Lebensbegleiter für aktive Menschen und Familien.
Der Deutsche Wachtelhund ist ein mittelgroßer Hund mit harmonischer, proportionaler Körperbau. Die Schulterhöhe beträgt zwischen 45 und 54 cm, wobei Rüden in der Regel etwas größer sind als Hündinnen. Das Gewicht liegt zwischen 18 und 25 kg, abhängig vom Geschlecht und der körperlichen Verfassung. Die Rasse zeichnet sich durch einen starken Knochenbau und einen länglichen, muskulösen Körper aus – die Körperlänge ist deutlich größer als die Schulterhöhe, was der Silhouette ein für Spaniels typisches rechteckiges Profil verleiht.
Der Kopf ist edel und proportional zum Rest des Körpers, mit einem flachen Schädel und sanft ausgeprägtem Stopp. Die Ohren sind lang, breit und hängend, angesetzt auf Augenhöhe, was einen charakteristischen Ausdruck verleiht. Die Augen sind von mittlerer Größe, leicht schräg gesetzt, haben eine dunkelbraune Farbe und einen freundlichen, intelligenten Blick, der Bereitschaft zur Arbeit und Zusammenarbeit ausdrückt.
Das Fell des Deutschen Wachtelhundes ist lang, dicht und gewellt, was einen natürlichen Schutz vor Kälte, Feuchtigkeit und verwachsenem Gelände bietet. An den Ohren, dem Schwanz und der Rückseite der Gliedmaßen bilden sich charakteristische dekorative Federn. Es gibt zwei grundlegende Farbvarianten:
- Einfarbig braun – gleichmäßige dunkelbraune Farbe, oft mit weißen Abzeichen auf der Brust und den Pfoten
- Braun-weiß gescheckt – braun-weißes Fell mit charakteristischem marmorierten Muster, manchmal mit Abzeichen auf dem Kopf und den Gliedmaßen
Die Gliedmaßen sind stark, gut gewinkelt und parallel, was hervorragende Bewegungseigenschaften und Ausdauer im schwierigen Gelände gewährleistet. Der Schwanz wird natürlich getragen, leicht nach unten oder auf Höhe des Rückens während der Arbeit, er wird niemals über den Rücken gewickelt. Die gesamte Silhouette präsentiert sich harmonisch und elegant, vereint die Funktionalität eines Arbeitshundes mit einem attraktiven, rassigen Aussehen.
Der deutsche Wachtelhund ist ein Hund mit einem außergewöhnlich freundlichen und geselligen Wesen, voller Energie und unermüdlicher Leidenschaft für die Arbeit. Diese Rasse zeichnet sich durch hohe Intelligenz in Kombination mit der Bereitschaft zur Zusammenarbeit aus, was sie relativ leicht zu trainieren macht, selbst für weniger erfahrene Besitzer. Er hat einen stark ausgeprägten Jag instinkt, der sich in einem unwiderstehlichen Bedürfnis zeigt, zu verfolgen, zu suchen und zu apportieren – das sind Eigenschaften, die ihn zu einem ausgezeichneten Jagdhund machen.
Gleichzeitig kann der Wachtelhund sich perfekt an das Leben in einem Familienhaushalt anpassen und wird zu einem ruhigen und ausgeglichenen Begleiter außerhalb der Arbeits- oder Trainingszeiten. Er ist tief mit seinem Besitzer verbunden und benötigt engen emotionalen Kontakt – diese Rasse ist nicht für Menschen geeignet, die oft nicht zu Hause sind oder eine distanzierte Beziehung zu ihrem Hund bevorzugen.
Der deutsche Wachtelhund ist sehr gesellig und findet sich hervorragend im Umgang mit Kindern und anderen Haustieren zurecht. Sein sanftes, geduldiges Wesen macht ihn zum idealen Spielkameraden für die jüngeren Familienmitglieder. Er zeigt keine Aggression oder Nervosität, was ihn zu einer sicheren Wahl für Familien mit Kindern jeden Alters macht.
Aufgrund seines starken Jag instinkts benötigt er eine angemessene Menge an Bewegung, geistiger Stimulation und die Möglichkeit, natürliche Verhaltensweisen auszuüben – wie z.B. Verfolgen oder das Suchen nach versteckten Gegenständen. Ein Mangel an angemessener Aktivität kann zu Verhaltensproblemen führen, wie z.B. dem Zerstören von Gegenständen, übermäßigem Bellen oder Angst. Daher sind regelmäßige Sozialisierung, Gehorsamkeitstraining und Aktivitäten, die die Sinne ansprechen, entscheidend für die gesunde psychische Entwicklung.
Der Wachtelhund toleriert keine langfristige Einsamkeit – wenn er viele Stunden am Tag allein gelassen wird, kann er Trennungsangst entwickeln. Seine Treue und Hingabe machen ihn zu einem hervorragenden Begleiter für jeden, der bereit ist, ihm Zeit, Aufmerksamkeit zu schenken und einen aktiven, abenteuerlichen Lebensstil zu bieten.
Der Deutsche Wachtelhund ist eine relativ gesunde und robuste Rasse mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 12 bis 14 Jahren. Dank eines sorgfältigen Zuchtprogramms und der Aufrechterhaltung einer angemessenen genetischen Vielfalt ist die Rasse nicht mit zahlreichen erblichen Erkrankungen belastet, die für viele andere Rassen typisch sind.
Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen, für die einige Individuen anfällig sein können, gehören:
- Ellbogendysplasie – eine Entwicklungsstörung der Ellbogengelenke, die zu Lahmheit und degenerativen Veränderungen führen kann
- Ohrenentzündungen – lange, hängende Ohren schaffen ein feuchtes Umfeld, das das Wachstum von Bakterien und Pilzen begünstigt
- Hautinfektionen – das dichte, lange Fell kann Feuchtigkeit und Schmutz festhalten, was das Risiko von Reizungen erhöht
- Fettleibigkeit – die Rasse hat einen guten Appetit und kann bei unzureichender Ernährung oder zu wenig Bewegung schnell an Gewicht zunehmen
Der Deutsche Wachtelhund hat dichtes, doppeltes Fell, das einen hervorragenden Schutz vor Kälte und Nässe bei der Arbeit unter schwierigen Bedingungen bietet. An heißen Tagen kann die Rasse jedoch anfällig für Überhitzung sein, weshalb Zugang zu Schatten, frischem Wasser und die Vermeidung intensiver Anstrengung während der heißesten Stunden gewährleistet werden sollten.
Regelmäßige Tierarztbesuche, aktuelle Impfungen, Entwurmungen und die Prävention gegen externe Parasiten sind entscheidend für die Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustands. Gewichtskontrolle, eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität und -dauer. Mit der richtigen tierärztlichen Betreuung und verantwortungsvoller Zucht kann der Deutsche Wachtelhund ein langes, gesundes und aktives Leben an der Seite seines Besitzers genießen.
Die Pflege des Deutschen Wachtelhundes ist relativ unkompliziert, obwohl er ein dichtes, langes Fell mit gewellter Struktur hat. Er benötigt kein professionelles Trimmen und keine häufigen Besuche beim Groomer, was ihn zu einer pflegeleichten Rasse macht.
Regelmäßiges Bürsten alle 2-3 Tage ist notwendig, um abgestorbene Haare zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und das Fell in gutem Zustand zu halten. Beim Bürsten sollte man besonders auf die Stellen achten, die anfällig für Verfilzungen sind:
- Hinter den Ohren und am Hals
- Unter den Achseln und in der Leiste
- An den dekorativen Federn der Gliedmaßen und des Schwanzes
In der intensiven Fellwechselzeit, die zweimal im Jahr (im Frühling und im Herbst) auftritt, sollte die Bürstfrequenz auf täglich erhöht werden, um die Menge an Haaren, die sich im Haus niederlässt, zu minimieren. Am besten verwendet man eine Bürste mit Metallstiften und einen Kamm mit dichten Zähnen.
Die Ohren benötigen besondere Aufmerksamkeit – die langen, hängenden Ohren schaffen ein feuchtes, warmes Umfeld, das das Wachstum von Bakterien und Hefen begünstigt. Man sollte regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) die Ohren überprüfen und vorsichtig mit einem speziellen Ohrreinigungsmittel für Hunde reinigen, um überschüssigen Ohrenschmalz und Schmutz zu entfernen. Bei unangenehmem Geruch, Rötung oder übermäßiger Sekretion sollte man einen Tierarzt konsultieren.
Bäder sollten nur bei tatsächlichem Bedarf (starke Verschmutzung, unangenehmer Geruch) durchgeführt werden, um den natürlichen Lipidschutz der Haut nicht zu beeinträchtigen. Zu häufiges Waschen kann zu trockener Haut und dermatologischen Problemen führen. Nach dem Baden sollte das Fell gründlich getrocknet werden, insbesondere im Bereich der Ohren.
Weitere Pflegemaßnahmen umfassen:
- Krallen schneiden – alle 3-4 Wochen oder wenn man das Klappern auf dem Boden hört
- Zahnhygiene – regelmäßiges Zähneputzen oder das Geben von Zahnpflegekauknochen verhindert Zahnstein
- Pfoten Kontrolle – Überprüfung der Pfotenballen und der Zwischenzehenräume nach Spaziergängen im Gelände
Die richtige Pflege wirkt sich nicht nur positiv auf das äußere Erscheinungsbild aus, sondern vor allem auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und den Lebenskomfort des Deutschen Wachtelhundes.
Der Deutsche Wachtelhund ist ein Hund mit sehr hohen Bewegungsbedürfnissen, der mindestens 90-120 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Tag benötigt. Als Rasse, die für die Jagdarbeit in schwierigem Gelände geschaffen wurde, verfügt er über enorme Energiereserven und Ausdauer, die entsprechend kanalisiert werden müssen.
Ideale Aktivitätsformen für den Wachtelhund sind:
- Lange Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände – Wälder, Felder, Feuchtgebiete
- Laufen neben dem Fahrrad (Canicross) – eine hervorragende Möglichkeit, überschüssige Energie abzubauen
- Apportieren – befriedigt den natürlichen Instinkt, Wild zu bringen
- Nosework-Übungen – Fährtenlesen, das Suchen nach versteckten Gegenständen anhand des Geruchs
- Schwimmen – der Wachtelhund ist ein ausgezeichneter Schwimmer, der Wasser liebt
- Feldtraining – Simulation der Jagdarbeit, Suchen und Treiben
Aufgrund des starken Jagdinstinkts ist während der Spaziergänge in ungesicherten Bereichen besondere Vorsicht geboten. Der Deutsche Wachtelhund kann einem interessanten Geruch folgen und das Rufen des Besitzers ignorieren, weshalb es ratsam ist, ihm vorher einen soliden Rückruf beizubringen. An Orten mit Wildtieren oder Vögeln ist es besser, den Hund an einer langen Trainingsleine zu halten.
Ein Mangel an ausreichender Bewegung und Stimulation führt zu ernsthaften Verhaltensproblemen, wie:
- Zerstörerisches Verhalten (Möbelzerstörung, Kauen auf Gegenständen)
- Übermäßiges Bellen und Jaulen
- Hyperaktivität und Unfähigkeit, sich zu Hause ruhig zu verhalten
- Flucht und Streifzüge auf der Suche nach Abenteuern
Es ist wichtig, dem Hund Vielfalt in der Aktivität zu bieten – eine Kombination aus körperlicher Anstrengung und geistiger Stimulation bringt die besten Ergebnisse. Interaktionen mit anderen Hunden während gemeinsamer Spaziergänge oder Besuche im Hundeauslauf sind ebenso wichtig für die gesunde soziale und psychische Entwicklung. Der Deutsche Wachtelhund ist keine Rasse für Menschen mit einem sitzenden Lebensstil – er benötigt einen aktiven, outdoor-begeisterten Besitzer, der bereit ist für tägliche Abenteuer.
Die Ausbildung des Deutschen Wachtelhundes ist relativ einfach und befriedigend, selbst für Personen mit ersten Erfahrungen im Hundetraining. Diese Rasse zeichnet sich durch hohe Intelligenz, Kooperationsbereitschaft und ein angeborenes Bedürfnis aus, den Führer zu erfreuen, was den Lernprozess erheblich erleichtert.
Methoden, die auf positiver Verstärkung basieren, sind am effektivsten – Belohnungen in Form von Leckerlis, Spielzeugen, verbalen Lob und Streicheln motivieren den Hund, neue Kommandos schnell zu erlernen. Der Wachtelhund reagiert schlecht auf strenge Trainingsmethoden, Zwang oder körperliche Strafen, die seinen Willen zur Zusammenarbeit zerstören und die Beziehung zum Besitzer schädigen können.
Die grundlegenden Kommandos, die zuerst gelernt werden sollten:
- Sitz – grundlegendes Ordnungskommando
- Bleib – entscheidend für die Sicherheit des Hundes
- Zu mir – das wichtigste Kommando bei der Arbeit mit Jagdhunden
- Platz – beruhigt den Hund in verschiedenen Situationen
- Lass es – verhindert das Aufnehmen gefährlicher Gegenstände
Aufgrund des starken Jagdinstinkts ist es besonders wichtig, ein solides Rückrufkommando zu beherrschen. Ein Wachtelhund, der auf der Spur arbeitet, kann sehr in die Aufgabe vertieft sein und die Umgebung ignorieren, weshalb das Rücktraining konsequent, regelmäßig und unter verschiedenen Bedingungen mit zunehmendem Ablenkungsgrad durchgeführt werden sollte.
Sozialisierung von Welpenalter an ist entscheidend – der Hund sollte schrittweise mit verschiedenen Menschen, Tieren, Geräuschen und Umgebungen vertraut gemacht werden. Ein gut sozialisierter Wachtelhund ist selbstbewusst, ausgeglichen und kann angemessen auf verschiedene Situationen reagieren.
Die Trainings sollten sein:
- Kurz, aber häufig – 10-15 Minuten mehrmals täglich statt einer langen Sitzung
- Abwechslungsreich – verschiedene Kommandos, Orte und Übungsformen halten das Interesse aufrecht
- Mit Erfolg beendet – immer positiv abschließen, wenn der Hund das Kommando richtig ausgeführt hat
Es ist sinnvoll, Spiel-Elemente, die die Jagdarbeit nachahmen, in das Training einzubeziehen – Apportieren, das Suchen versteckter Gegenstände nach Geruch, Gehorsamsübungen im Gelände. Solches Training fordert nicht nur Körper und Geist des Hundes, sondern baut auch eine tiefe Bindung zwischen ihm und dem Führer auf, wodurch das Lernen zu einem gemeinsamen Vergnügen wird.
Die Ernährung des Deutschen Wachtelhundes sollte ausgewogen, hochwertig und angepasst an das Aktivitätsniveau, das Alter, den Gesundheitszustand und die körperliche Verfassung des Hundes sein. Als aktive und arbeitende Rasse benötigt der Wachtelhund eine Nahrung, die reich an hochwertigem Protein und einer angemessenen Menge gesunder Fette ist, um Energie und Muskelkondition aufrechtzuerhalten.
Ernährungsempfehlungen:
- Tierisches Protein – mindestens 25-30% der Futterzusammensetzung, aus Fleisch, Geflügel oder Fisch
- Fette – 12-18% zur Aufrechterhaltung von Energie und gesunder Haut sowie Fell
- Komplexe Kohlenhydrate – Reis, Hafer, Süßkartoffeln als Quelle für langanhaltende Energie
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – für gesunde Haut, glänzendes Fell und Unterstützung des Immunsystems
- Vitamine und Mineralien – ein vollständiges Set für allgemeine Gesundheit und Vitalität
Die Rasse hat eine Neigung zur Fettleibigkeit, insbesondere bei unzureichender Aktivität oder Überfütterung, daher sind die Kontrolle der Futterportionen und die regelmäßige Überwachung des Gewichts entscheidend. Fettleibigkeit führt zu Problemen mit Gelenken, Herz und verkürzt die Lebensdauer des Hundes.
Fütterungsschema:
- Welpen (2-6 Monate) – 3-4 Mahlzeiten täglich, Welpenfutter für mittelgroße Rassen
- Junge Hunde (6-12 Monate) – 2-3 Mahlzeiten täglich, schrittweiser Übergang zu Erwachsenenfutter
- Erwachsene Hunde (über 12 Monate) – 2 Mahlzeiten täglich, tägliche Portion auf Morgen und Abend aufteilen
- Ältere Hunde (über 8 Jahre) – 2 Mahlzeiten, Seniorenfutter mit niedrigerer Kalorienzahl
Leckerlis und Zusätze sollten 10% der täglichen Kalorienportion nicht überschreiten. Es ist zu vermeiden, Reste vom Tisch zu geben, die schädliche oder giftige Zutaten für Hunde enthalten können (Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Trauben, Xylit). Gesunde Snacks sind: Karotten, Äpfel (ohne Kerne), kleine Stücke gekochten Fleisches oder spezielle Hundeleckerlis.
Zugang zu frischem Wasser muss rund um die Uhr gewährleistet sein – ein aktiver Hund benötigt angemessene Hydration, insbesondere nach intensiver körperlicher Anstrengung. Nach den Mahlzeiten sollte man 30-60 Minuten warten, bevor man intensive Aktivitäten unternimmt, um das Risiko einer Magendrehung zu verringern.
Regelmäßige Beratungen mit dem Tierarzt helfen, die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse des Hundes anzupassen, unter Berücksichtigung seiner Aktivität, seines Stoffwechsels und möglicher Erkrankungen. Die richtige Ernährung ist die Grundlage für ein langes, gesundes und energievolles Leben des Deutschen Wachtelhundes.
Charakteristische Merkmale
Vorteile
- Vielseitiger Jagdhund
- Freundliches und sanftes Wesen
- Leicht zu trainieren und kooperationsbereit
- Kommt gut mit Kindern und Tieren aus
- Gesunde Rasse mit langer Lebensdauer.
Nachteile
- Sehr großer Bewegungsbedarf
- benötigt engen Kontakt zum Besitzer
- starker Jagdinstinkt erfordert Kontrolle
- toleriert keine längere Einsamkeit.
Verhaltensbewertungen
Rassengeschichte
Der Deutsche Wachtelhund hat eine reiche und faszinierende Geschichte, die bis viele Jahrhunderte zurückreicht. Bereits in der mittelalterlichen Jagdliteratur finden sich Erwähnungen von Hunden, die dem modernen Wachtelhund ähneln – es handelte sich um Hunde, die zum Treiben von Wild, insbesondere von Wasser- und Waldvögeln, eingesetzt wurden.
Der Name Wachtelhund hat historische Wurzeln und stammt von dem deutschen Wort Wachtel, das die Wachtel bezeichnet – einen Vogel, dessen Jagd eine der Hauptanwendungen dieser Hunde war. Dieser Begriff wurde bereits in alten Jagdtexten verwendet und unterstreicht die Spezialisierung der Rasse auf die Arbeit mit Vögeln.
Die moderne Zucht des Deutschen Wachtelhundes begann laut Zuchtbuch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der Vorfahre der Rasse war ein Hund namens Lord Augusta 1834 L, der aus Staufenberg in Oberbayern stammte. Von ihm und einigen sorgfältig ausgewählten Hündinnen wurde mit der planmäßigen Zucht begonnen, um den Rassetyp und das Arbeitsverhalten zu stabilisieren.
Anfangs wurden ausschließlich braune Hunde (manchmal mit weißen Abzeichen) und braun-weiße Hunde gezüchtet, einige mit kleinen Brandzeichen am Kopf und an den Gliedmaßen. Erst durch eine Hündin namens Baby auf der Schanze 1838 L trat die Farbe braun-gestromt in die Rasse ein, die dann eine der beiden Hauptfarbvarianten des Wachtelhundes wurde.
Rudolf Friess (R.F.) war eine Schlüsselfigur für die Entwicklung der Rasse – über Jahrzehnte prägte er das Zuchtprogramm und führte getrennte Farblinien für braune und gestromte Hunde ein. Durch sorgfältig geplante Deckakte innerhalb beider Farblinien gelang es ihm, solide genetische Grundlagen der Rasse zu schaffen und Schäden durch Inzucht zu vermeiden, trotz des relativ kleinen Genpools zu Beginn der Zucht.
Im Jahr 1903 wurde der Verein für Deutsche Wachtelhunde gegründet, eine Zuchtorganisation, die sich um die Entwicklung und Förderung der Rasse kümmert. Seitdem wurde die Rasse hauptsächlich von deutschen Jägern gezüchtet, die sie für folgende Eigenschaften schätzten:
- Vielseitigkeit in der Arbeit (Nachsuchen, Treiben, Apportieren)
- Leidenschaft und Eifer bei der Ausführung der Aufgaben
- Fähigkeit, sowohl im Wasser als auch an Land zu arbeiten
- Selbstständigkeit verbunden mit Gehorsam
Über lange Zeit blieb die Rasse relativ unbekannt außerhalb Deutschlands, wo sie als Geheimnis der deutschen Jäger galt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann sie, auch in anderen europäischen Ländern Anerkennung zu gewinnen. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erkannte die Rasse offiziell an und klassifizierte sie in Gruppe 8 (Retriever, Vorstehhunde, Wasserhunde), Sektion 2 (Vorstehhunde), mit Arbeitsprüfungen.
Heutzutage wird der Deutsche Wachtelhund nicht nur als Jagdhund, sondern auch als Familienbegleiter geschätzt, der in einem Haushalt mit Kindern und anderen Tieren leben kann. Durch sorgfältige Zuchtselektion erhält die Rasse hervorragende Gesundheit, starke Psyche und Langlebigkeit. Obwohl er weiterhin weniger populär ist als andere Spanielrassen, machen seine einzigartigen Eigenschaften und Vielseitigkeit, dass er immer mehr treue Enthusiasten weltweit gewinnt.



