
Drever
FCI-Gruppe
6• FCI 130
Größe
Klein
Herkunftsland
SE
Höhe
30-38 cm
Gewicht
14-16 kg
Lebenserwartung
12-14 Jahre
Temperament
Überblick
Drever, auch bekannt als schwedischer Dachsbracke, ist eine außergewöhnliche Jagdhunderasse, die besondere Aufmerksamkeit von Liebhabern von Jagdhunden und aktiven Familien verdient. Züchterisch in Schweden zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt, hat dieser energische, ausgeglichene und ausdauernde Hund seine Wurzeln tief in der Geschichte der skandinavischen Jagd. Bereits 1910 kam der westsächsische Dachsbracke aus Deutschland nach Schweden, wo er sich im Laufe der Zeit zur Rasse entwickelte, die heute als Drever bekannt ist. Die offizielle Registrierung als eigenständige schwedische Rasse erfolgte im Jahr 1953, was seine lange Präsenz und Bedeutung in den nördlichen Regionen Europas unterstreicht.
Ein charakteristisches Merkmal des Aussehens des Drevers sind seine verlängerten Körperproportionen sowie relativ kurzen, aber kräftigen Gliedmaßen, die ihm ermöglichen, sich geschickt in dem schwierigen und abwechslungsreichen Gelände der schwedischen Wälder, Hügel und verschneiten Gebiete zu bewegen. Dank dieser anatomischen Struktur ist der Drever ein ausgezeichneter Fährtensucher für Jäger, die einen Hund benötigen, der in der Lage ist, Wildtiere wie Rehe, Hirsche, Füchse oder Hasen zu verfolgen und zu finden. Seine kurzen Beine erlauben es ihm, in einem Tempo zu arbeiten, das sich an den zu Fuß gehenden Jäger anpasst, was ihn zum idealen Partner bei der Jagd macht.
Trotz seiner herausragenden Jagdfähigkeiten kann der Drever auch als Familienbegleiter fungieren, insbesondere für diejenigen, die Aktivitäten im Freien schätzen und die Besonderheiten von Jagdhunderassen verstehen. Was den Drever von anderen Fährtensuchhunden unterscheidet, ist seine natürliche Unabhängigkeit und Selbstsicherheit. Er ist kein typischer Gesellschaftshund, der ständig die Nähe des Menschen sucht oder kontinuierliche Aufmerksamkeit verlangt. Stattdessen schätzt er seinen Raum und legt Wert auf die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten, was ihn zu einem einzigartigen Begleiter für erfahrene Besitzer macht, die die Bedürfnisse von Arbeitshunden verstehen.
Trotz seiner Unabhängigkeit ist der Drever intelligent und lernwillig, benötigt jedoch einen konsequenten und geduldigen Ansatz. Er lernt schnell und passt sich gut an verschiedene Lebensbedingungen an, solange ihm ausreichend körperliche und geistige Aktivität geboten wird. Es ist ein Hund, der sich sicherlich die Sympathie derjenigen erobern wird, die seinen einzigartigen Arbeitscharakter zu schätzen wissen und keine typischen geselligen Verhaltensweisen von ihm erwarten.
Wir laden Sie ein, die Rasse Drever in unserem umfassenden Leitfaden weiter kennenzulernen, in dem wir alle wichtigen Aspekte dieser faszinierenden Rasse detailliert besprechen: Gesundheit und Langlebigkeit, Fellpflege, Bewegungsbedürfnisse und Aktivität, Trainingstechniken, Ernährungsanforderungen, reiche Geschichte, Ausstellungsstandards sowie Charaktereigenschaften und Verhalten. Jeder dieser Aspekte wird Ihnen helfen, vollständig zu verstehen, warum der Drever so geschätzt und ein außergewöhnlicher Vertreter der skandinavischen Jagdhunde ist.
Drever ist ein Hund mit einer sehr charakteristischen und erkennbaren Bauweise, die die Merkmale eines langen, gestreckten Körpers und relativ kurzer, aber starker und muskulöser Gliedmaßen vereint. Seine Haltung ist solide, kompakt und eindeutig stärker als elegant, was ihn ideal für harte Arbeit im Gelände macht. Die Silhouette sollte den Eindruck von Kraft und Ausdauer vermitteln, nicht von Geschwindigkeit oder Wendigkeit.
Maße und Proportionen:
- Widerristhöhe: , Hündinnen 30-36 cm (laut FCI-Standard)
- Der Abstand vom Boden bis zur Brust sollte etwa 40% der Widerristhöhe betragen
- Die Körperlänge übersteigt die Höhe, was dem Hund gestreckte Proportionen verleiht
- Deutliche Unterschiede in der Bauweise zwischen Rüden und Hündinnen - Rüden sind deutlich größer und massiver
Kopf und Schädel: Der Kopf ist proportional groß im Verhältnis zum Körper, mit einer langen und allmählich sich verjüngenden Schnauze. Der Stop (Übergang von der Stirn zur Schnauze) ist deutlich ausgeprägt. Der Schädel ist leicht gewölbt, und die Nase ist immer schwarz mit breiten Nasenlöchern, was die hervorragenden Spürfähigkeiten unterstützt.
Augen: Dunkel, ausdrucksvoll und wachsam, von mittlerer Größe. Der Blick sollte freundlich, aber gleichzeitig aufmerksam und lebhaft sein, was die Intelligenz der Rasse widerspiegelt.
Ohren: Eine der charakteristischsten Eigenschaften des Drevers - tief angesetzt, lang und breit, hängen nah an den Wangen. Die Ohren sollten flach sein, mit abgerundeten Spitzen, und mit kurzem Haar bedeckt.
Fell: Kurz, dicht, rauh im Griff und stark am Körper anliegend. Die Felllänge überschreitet nicht 2,5 cm. Das Haarkleid ist wetterfest, was dem Hund ermöglicht, unter verschiedenen klimatischen Bedingungen zu arbeiten.
Fellfarbe: Alle Farben und Kombinationen mit deutlichen weißen Abzeichen sind erlaubt, die obligatorisch sind und das Erkennungsmerkmal der Rasse darstellen. Weiße Abzeichen müssen von allen Seiten sichtbar sein - von vorne, von hinten und von den Seiten des Hundes. Eine vollständige Dominanz der weißen Farbe ist nicht zulässig. Typisch sind dreifarbige Kombinationen: tricolor (schwarz, braun, weiß), zweifarbige (rot mit weiß, schwarz mit weiß) sowie fawnfarbene Schattierungen mit weißen Abzeichen.
Gliedmaßen: Stark, gut bemuskelt und senkrecht gestellt, was dem Hund Stabilität und Sicherheit in der Bewegung im schwierigen Gelände verleiht. Die Vorderbeine sind gerade, mit starken Pfoten. Die Hinterbeine sind gut gewinkelt, mit deutlich ausgeprägten Sprunggelenken.
Schwanz: Lang, an der Basis dicker, sich zur Spitze verjüngend. Er wird niedrig oder horizontal getragen und sollte niemals über dem Rücken gewickelt getragen werden. In Bewegung kann er leicht höher gehalten werden.
Drever ist ein Hund mit ausgeglichenem, ruhigem Temperament, der Eigenschaften wie Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und hohe Arbeitsintelligenz vereint. Es handelt sich um eine rein jagdliche Rasse, was sich direkt auf seine charakteristischen Verhaltensmerkmale auswirkt. Drever ist wachsam und aufmerksam, zeigt jedoch gleichzeitig keine Aggression oder übermäßige Schüchternheit gegenüber Menschen oder anderen Tieren.
Charakter in Beziehungen zu Menschen: Drever gehört nicht zu den typischen geselligen oder anhänglichen Hunden gegenüber seinem Besitzer. Er ist kein Hund, der ständig nach Zuneigung oder Zärtlichkeiten sucht. Stattdessen schätzt er seinen eigenen Raum und handelt auf eine unabhängigere Weise. Er kann gleichgültig gegenüber Fremden sein, was keine Aggression bedeutet, sondern einfach Desinteresse. Diese Eigenschaft macht Drever nicht zum besten Wachhund – er wird nicht laut bellend vor Unbekannten warnen, obwohl er deren Anwesenheit bemerkt.
Interaktionen mit anderen Hunden: Drever findet sich in der Regel gut im Beisein anderer Hunde zurecht, besonders wenn er von Welpenalter an richtig sozialisiert wurde. Seine jagdlichen Wurzeln machen ihn daran gewöhnt, im Rudel zu arbeiten, weshalb er keine übermäßige Dominanz oder Probleme mit anderen Vierbeinern zeigt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sein starker Jagdinstinkt dazu führen kann, dass er kleineren Tieren nachjagt, wenn er nicht entsprechend trainiert wurde.
Psychische und physische Bedürfnisse: Drever ist ein Hund mit sehr hohen Bewegungsanforderungen. Ohne die richtige Menge an körperlicher und geistiger Aktivität kann er destruktiv, unruhig werden oder Verhaltensprobleme entwickeln. Seine Energie und Jagdinstinkte erfordern regelmäßige Anstrengung – tägliche lange Spaziergänge, die Möglichkeit, Gerüche zu verfolgen, und freies Laufen. Ein Hund, der in einer Wohnung ohne Zugang zu einem Garten oder einem Erkundungsgebiet gehalten wird, wird unglücklich sein und möglicherweise Haushaltsgegenstände zerstören.
Führung und Training: Drever benötigt einen starken, aber gerechten Führer, der in der Lage ist, seine natürliche Energie und Jagdinstinkte zu lenken. Ohne konsequente Erziehung kann er stur und schwer zu handhaben werden. Er ist intelligent und lernt schnell, erfordert jedoch Geduld, Erfahrung und Verständnis für die Besonderheiten von Arbeitsrassen seitens des Besitzers. Diese Rasse ist nicht für unerfahrene Hundebesitzer geeignet.
Idealer Besitzer: Drever ist ein ausgezeichneter Begleiter für aktive Jäger oder Familien, die einen sportlichen Lebensstil führen und Zugang zu einem Gelände haben, wo der Hund sich frei bewegen und arbeiten kann. Er eignet sich am besten für ländliche oder vorstädtische Bedingungen, wo er Platz hat, um seine natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Familien mit Kindern können mit ihm zusammenleben, solange die Kinder älter sind und verstehen, dass Drever kein Plüschspielzeug, sondern ein Arbeitshund ist, der Respekt für seinen Raum benötigt.
Drever ist allgemein eine gesunde, widerstandsfähige und langlebige Rasse, was einen seiner Hauptvorteile darstellt. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 12 bis 15 Jahre, was für einen Jagdhund, der unter schwierigen Bedingungen arbeitet, ein sehr gutes Ergebnis ist. Diese Rasse hat sich im rauen Klima Skandinaviens entwickelt, was sie von Natur aus resistent gegen Kälte, Feuchtigkeit und schwierige Wetterbedingungen macht.
Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Bedingungen: Dank des dichten, kurzen und wetterbeständigen Fells kommt der Drever hervorragend in kühlem und wechselhaftem Klima zurecht. Er kann bei Schnee, Regen und Frost arbeiten, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erleiden. Allerdings ist er kein Hund, der an extreme Hitze angepasst ist - an heißen Tagen benötigt er Zugang zu Schatten und Wasser.
Typische Gesundheitsprobleme:
- Ohrenentzündungen - Aufgrund der langen, hängenden Ohren ist der Drever anfällig für bakterielle und pilzliche Infektionen des Gehörgangs. Besonders gefährdet sind Hunde, die viel Zeit im Gelände, in Gebüschen, hohem Gras oder im Wasser verbringen. Es ist notwendig, die Ohren regelmäßig zu überprüfen und zu reinigen, insbesondere nach Jagden oder langen Spaziergängen.
- Ellbogendysplasie - Obwohl dies bei dieser Rasse nicht häufig vorkommt, können einige Tiere an Ellbogengelenkdysplasie leiden, was zu Schmerzen, Lahmheit und Bewegungsproblemen führt. Verantwortungsvolle Züchter sollten die Zuchttiere auf diese Erkrankung untersuchen.
- Verletzungen während der Jagd - Als Arbeitshund ist der Drever verschiedenen mechanischen Verletzungen ausgesetzt: Schnittwunden, Schürfwunden, Kratzer von Dornen sowie Zeckenbisse. Besitzer, die aktiv mit ihrem Hund jagen, sollten regelmäßig seinen Körper auf Wunden und Parasiten überprüfen.
- Fettleibigkeit - Der Drever hat einen guten Appetit, und bei unzureichender Aktivität kann er leicht an Gewicht zunehmen. Fettleibigkeit belastet die Gelenke und das Herz, daher sind Gewichtskontrolle und eine angemessene Ernährung entscheidend.
Prävention und tierärztliche Betreuung: Regelmäßige Besuche beim Tierarzt, Impfungen, Entwurmungen und allgemeine Gesundheitskontrollen helfen, den Drever viele Jahre in hervorragender Verfassung zu halten. Es ist auch ratsam, regelmäßige Untersuchungen der Gelenke, Ohren und der Gewichtskontrolle durchzuführen. Hunde, die zur Jagd eingesetzt werden, sollten zusätzlich vor Zecken und Flöhen geschützt werden.
Empfehlungen für Züchter: Verantwortungsvolle Züchter sollten genetische Tests und orthopädische Untersuchungen der Eltern vor der Zucht durchführen, um das Risiko von Erbkrankheiten bei den Nachkommen zu minimieren.
Die Pflege des Drevers ist relativ einfach und unkompliziert, was einen zusätzlichen Vorteil dieser Rasse darstellt, insbesondere für Menschen, die unkomplizierte Hunde schätzen. Das kurze, raue und dichte Fell des Drevers benötigt keine intensive oder spezielle Pflege, wie sie bei langhaarigen Rassen oder solchen mit empfindlicher Fellstruktur erforderlich ist.
Fellbürsten:
- Regelmäßiges Bürsten einmal pro Woche reicht aus, um das Fell in gutem Zustand zu halten, abgestorbene Haare zu entfernen und deren Menge im Haus zu minimieren.
- In der Zeit der intensiven Fellwechsel (Frühling und Herbst) sollte die Bürstfrequenz auf 2-3 Mal pro Woche erhöht werden, um effektiv Unterwolle und abgestorbene Haare zu entfernen.
- Am besten verwendet man eine Bürste mit harten Borsten oder einen Gummihandschuh zur Massage, die gut mit dem kurzen, anliegenden Fell zurechtkommen.
Bad: Der Drever benötigt kein häufiges Baden. Es genügt ein Bad alle paar Monate oder in Situationen, in denen der Hund nach der Jagd oder einem langen Spaziergang in schwierigem Gelände besonders schmutzig ist. Zu häufiges Baden kann die natürliche Schutzschicht der Haut entfernen und zu dermatologischen Problemen führen. Es sollten sanfte Shampoos für Hunde mit empfindlicher Haut verwendet werden.
Ohrenreinigung: Aufgrund der langen, hängenden Ohren ist regelmäßige Ohrenreinigung entscheidend für die Pflege des Drevers. Man sollte:
- Die Ohren mindestens einmal pro Woche überprüfen, insbesondere nach Spaziergängen im Gelände, Jagden oder Kontakt mit Wasser.
- Ansammlungen von Schmutz und Ohrenschmalz mit speziellen Ohrenreinigungsmitteln für Hunde entfernen.
- Darauf achten, ob unangenehme Gerüche, übermäßige Absonderungen oder Rötungen auftreten - dies können Anzeichen einer Infektion sein, die eine veterinärmedizinische Intervention erfordert.
Mundhygiene:
- Regelmäßiges Zähneputzen (2-3 Mal pro Woche) verhindert die Bildung von Zahnstein, Zahnfleischerkrankungen und schlechten Atem.
- Es können spezielle Zahnpasten und Zahnbürsten für Hunde oder Mundhygienegele verwendet werden.
- Zahnpflegekauknochen und Kauspielzeuge helfen ebenfalls, die Zähne in gutem Zustand zu halten.
Krallepfl ege: Wenn der Drever viel Zeit im Gelände auf harten Oberflächen verbringt, können sich die Krallen natürlich abnutzen. Andernfalls sollten sie alle 3-4 Wochen mit speziellen Krallenschneidern oder einer Krallenschleifmaschine gekürzt werden. Zu lange Krallen können Unbehagen und Gehprobleme verursachen.
Kontrolle nach Spaziergängen und Jagden: Nach jeder Aktivität im Gelände ist es ratsam:
- Den Körper des Hundes auf Zecken, Wunden, Kratzer oder Dornen zu überprüfen.
- Die Pfoten von Schlamm zu reinigen und zu überprüfen, ob es Schäden an den Pfotenballen gibt.
- Die Ohren auf das Eindringen von Fremdkörpern (Grashalme, kleine Steine) zu überprüfen.
Drever ist eine Hunderasse mit sehr hohen Bewegungsanforderungen, was direkt aus seiner Bestimmung als Jagdhund resultiert. Es ist ein energiegeladener, ausdauernder Hund, der tägliche, intensive körperliche und geistige Aktivität benötigt. Ohne die richtige Menge an Bewegung kann der Drever ernsthafte Verhaltensprobleme entwickeln, destruktiv, unruhig oder hyperaktiv werden.
Minimale Bewegungsanforderungen:
- Täglich mindestens 60-90 Minuten körperliche Aktivität - dazu gehören Spaziergänge, Laufen, Fährtenarbeit und freies Spielen.
- Die Aktivität sollte abwechslungsreich und geistig anregend sein, nicht nur monotones Herumkreisen in der Umgebung.
- Ideale sind lange Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände: Wälder, Felder, Hügel, wo der Hund frei die Gerüche und die Umgebung erkunden kann.
Aktivitätsarten für den Drever:
- Spaziergänge und Wanderungen - lange, mehrstündige Spaziergänge in Waldgebieten, wo der Hund natürliche Gerüche verfolgen und seine Jagdinstinkte befriedigen kann.
- Freilauf - Drever liebt es, frei im Freien zu rennen. Es ist wichtig, dass er Zugang zu sicheren, eingezäunten Bereichen hat, wo er ohne Risiko entkommen kann.
- Fährtenarbeit und Suchspiele - als Fährtenhund liebt der Drever Aufgaben, die seinen Geruchssinn ansprechen. Man kann Leckerlis oder Spielzeuge verstecken und den Hund sie finden lassen.
- Jagd - für Hunde, die entsprechend ihrer Bestimmung eingesetzt werden, ist die Jagd die beste Form der Aktivität, die körperliche Anstrengung mit geistiger Erfüllung verbindet.
- Hundesport - Mantrailing, Nosework oder Tracking sind ausgezeichnete Aktivitäten für den Drever.
Wohnbedingungen: Der Drever ist kein Stadt- oder Wohnungshund. Er fühlt sich am besten in ländlichen oder vorstädtischen Bedingungen, wo er:
- Zugang zu einem Garten oder einem großen Gelände hat, um sich frei zu bewegen.
- Regelmäßige Ausflüge ins Gelände - Wälder, Felder, Berge - unternehmen kann.
- Platz hat, um seine natürlichen Bewegungs- und Fährtenbedürfnisse zu befriedigen.
Ein Hund, der in einer Wohnung ohne Zugang zu einem Garten oder einem Erkundungsgebiet eingesperrt ist, wird unglücklich, frustriert und zu destruktivem Verhalten neigen. Er kann Möbel zerstören, Gegenstände anknabbern, übermäßig bellen oder versuchen zu entkommen.
Folgen von Bewegungsmangel:
- Destruktives Verhalten - Zerstörung von Möbeln, Kratzen an Türen, Beißen von Gegenständen.
- Hyperaktivität - Unfähigkeit, sich ruhig auszuruhen, ständiges Umherlaufen im Haus.
- Übermäßiges Bellen - Frustration, die durch lautes Verhalten ausgedrückt wird.
- Fluchtversuche - Der Hund kann versuchen, aus dem Garten oder während Spaziergängen zu entkommen, um Stimulation zu suchen.
- Gesundheitsprobleme - Fettleibigkeit, Gelenkprobleme, geschwächtes Immunsystem.
Für wen ist der Drever geeignet: Diese Rasse ist ideal für aktive Jäger, Sportler, Menschen mit einem Outdoor-Lebensstil sowie Familien, die auf dem Land oder in den Vororten leben und dem Hund mindestens 1,5-2 Stunden tägliche Aktivität bieten können. Sie ist nicht geeignet für ältere, wenig aktive Personen oder für Menschen, die in kleinen Wohnungen ohne Zugang zu Spaziergebieten leben.
Die Ausbildung des Drevers erfordert Geduld, Konsequenz und Erfahrung im Umgang mit Jagdhunderassen. Obwohl der Drever intelligent und lernfähig ist, kann sein unabhängiger Charakter und seine starken Jagdinstinkte eine Herausforderung für unerfahrene Hundebesitzer darstellen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem frühen Trainingsbeginn, positiven Trainingsmethoden und der Etablierung einer klaren Hierarchie.
Wann mit dem Training beginnen: Das Training des Drevers sollte bereits mit dem Einzug des Welpen ins Haus beginnen, idealerweise im Alter von 8-10 Wochen. Je früher die Regeln und Grenzen festgelegt werden, desto einfacher wird es, gewünschte Verhaltensweisen zu formen und übermäßige Selbstständigkeit oder Sturheit zu verhindern.
Charaktereigenschaften, die das Training beeinflussen:
- Intelligenz - Der Drever ist ein kluger Hund, der Befehle und neue Aufgaben schnell versteht.
- Sturheit und Unabhängigkeit - als Arbeitshund wurde der Drever gezüchtet, um selbstständig Entscheidungen beim Stöbern zu treffen, was zu einem gewissen Widerstand gegen bedingungslosen Gehorsam führen kann.
- Starker Jagdinstinkt - der Geruchsspur kann für ihn wichtiger sein als der Ruf des Besitzers, was besondere Aufmerksamkeit beim Rückruftraining erfordert.
Trainingsmethoden:
- Positive Verstärkung - das Belohnen gewünschter Verhaltensweisen mit Leckerlis, Lob und Spiel bringt deutlich bessere Ergebnisse als Strafen oder Zwang. Der Drever reagiert gut auf positive Motivation.
- Konsequenz - die Regeln müssen klar und unveränderlich sein. Alle Haushaltsmitglieder sollten dieselben Befehle und Anforderungen verwenden.
- Kurzzeitige Trainingseinheiten - es ist besser, mehrere 10-15-minütige Einheiten täglich durchzuführen als eine lange, die den Hund langweilen könnte.
- Abwechslung - der Drever benötigt Vielfalt in den Übungen, um das Interesse nicht zu verlieren.
Wichtige Trainingsbereiche:
1. Grundkommandos des Gehorsams:
- Sitz, Platz, Steh - grundlegende Befehle zur Kontrolle der Position des Hundes.
- Bleib - besonders wichtig für einen Jagdhund, der auf ein Signal warten muss.
- Komm zu mir / Hier - der wichtigste Befehl für die Sicherheit des Hundes. Erfordert intensives Training aufgrund des starken Stöberinstinkts.
- Lass das / Nein - verhindert das Aufheben gefährlicher Gegenstände oder das Essen gefundener Nahrungsmittel.
2. Sozialisierung:
- Frühe Vertrautmachen mit verschiedenen Menschen, Hunden, Tieren, Orten und Geräuschen ist entscheidend für die Entwicklung eines ausgeglichenen Charakters.
- Der Welpe sollte positive Kontakte zu anderen Hunden unter kontrollierten Bedingungen erleben.
- Exposition gegenüber verschiedenen Umgebungen: Stadt, Wald, Parks, Zoohandlungen, Besuche beim Tierarzt.
3. Leinenführigkeit:
- Der Drever hat die Tendenz, an der Leine zu ziehen, besonders wenn er eine interessante Spur wittert.
- Das Training der lockeren Leine erfordert Zeit und Konsequenz - der Hund muss lernen, dass Ziehen nicht zum Ziel führt.
- Man kann Trainingsleinen oder Geschirre verwenden, die die Kontrolle erleichtern.
4. Rückruf:
- Dies ist das schwierigste Element des Drever-Trainings aufgrund seines starken Stöberinstinkts.
- Das Rückruftraining muss intensiv, positiv und regelmäßig aufgefrischt werden.
- Es ist ratsam, schmackhafte Belohnungen mit hohem Wert (Fleisch, Käse) als Motivation für die Rückkehr zu verwenden.
- Anfangs in kontrollierten Bedingungen (Garten, eingezäunte Wiese) üben und allmählich Distanz und Ablenkung erhöhen.
Herausforderungen im Training:
- Selektiver Gehorsam - Der Drever kann Befehle ausführen, wenn es ihm nützt, sie aber ignorieren, wenn er eine Spur wittert.
- Ablenkungen - Gerüche und Umweltreize können die Aufmerksamkeit des Hundes vollständig in Anspruch nehmen.
- Sturheit - Wenn der Hund entscheidet, dass etwas für ihn wichtiger ist als der Befehl des Besitzers, kann er den Ruf ignorieren.
Die Rolle des Führers: Der Drever benötigt einen starken, aber gerechten Führer, der:
- In Anforderungen und Regeln konsequent ist.
- Keine Gewalt oder körperliche Strafen anwendet, sondern klare Grenzen setzt.
- Die Besonderheiten von Jagdhunden versteht und sie nicht wie Gesellschaftshunde behandelt.
- In der Lage ist, den Hund zur Zusammenarbeit zu motivieren, anstatt Gehorsam zu erzwingen.
Für wen geeignet: Der Drever ist keine Rasse für unerfahrene Besitzer. Er eignet sich am besten für erfahrene Hundebesitzer, Jäger oder Personen, die zuvor mit Arbeitshunderassen gearbeitet haben und deren Bedürfnisse sowie die Besonderheiten des Trainings verstehen.
Drever, als Arbeits- und Bewegungsbedarfshund, benötigt eine ausgewogene, hochwertige Ernährung, die auf sein Aktivitätsniveau, Alter und Gesundheitszustand abgestimmt ist. Eine angemessene Ernährung ist entscheidend für die Erhaltung der Fitness, Energie und Langlebigkeit dieser Rasse.
Grundlegende Ernährungsanforderungen:
- Proteinreiche Ernährung - Drever benötigt als Jagdhund eine große Menge hochwertiger Proteine (Fleisch, Fisch, Geflügel) zum Aufbau und zur Regeneration von Muskeln. Der optimale Proteingehalt im Futter liegt bei 25-30% für aktive Hunde, 22-25% für weniger aktive.
- Fette - Energiequelle für aktive Hunde. Der Fettgehalt sollte 12-18% betragen, abhängig vom Aktivitätsniveau. Intensiv arbeitende Hunde benötigen möglicherweise einen höheren Fettgehalt.
- Kohlenhydrate - liefern Energie, sollten aber aus guten Quellen stammen: Reis, Süßkartoffeln, Gemüse und nicht aus billigen Getreidefüllstoffen.
- Vitamine und Mineralien - unterstützen die Gesundheit von Gelenken, Fell, Haut und das allgemeine Immunsystem.
Fütterungsarten:
1. Trockenfutter (Pellets):
- Praktisch, einfach zu dosieren und zu lagern.
- Wählen Sie Premium- oder Super-Premium-Futter ohne künstliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe und billige Füllstoffe.
- Überprüfen Sie die Zusammensetzung - die ersten Zutaten sollten Fleisch oder Fisch und keine Getreide sein.
- An die Größe des Hundes anpassen - Futter für mittelgroße Rassen.
2. Nassfutter (Dosen, Beutel):
- Schmackhafter, enthält mehr Wasser.
- Kann teurer und weniger praktisch zu lagern sein.
- Gut als Ergänzung zum Trockenfutter oder für Hunde, die wenig trinken.
3. BARF-Diät (rohes Fleisch):
- Natürliche Ernährung basierend auf rohem Fleisch, Knochen, Gemüse und Obst.
- Erfordert Wissen und Zeit für eine angemessene Balance.
- Vorteile: bessere Fell- und Zahngesundheit, weniger Kot.
- Es ist ratsam, sich mit einem Tierarzt oder Ernährungsspezialisten für Hunde zu beraten.
4. Hausgemachte gekochte Diät:
- Gekochtes Fleisch mit Gemüse und Reis/Grütze.
- Schwieriger auszubalancieren, erfordert die Ergänzung von Vitaminen und Mineralien.
Menge des Futters:
- Hängt ab von: Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau, individuellem Stoffwechsel des Hundes.
- Ein erwachsener Drever (ca. 15 kg) benötigt normalerweise 250-350 g Trockenfutter pro Tag oder das Äquivalent in Nassfutter/BARF.
- Sehr aktive Hunde (arbeitende, jagende) benötigen möglicherweise 20-30% mehr Kalorien.
- Ältere oder weniger aktive Hunde benötigen weniger, um Übergewicht zu vermeiden.
Fütterungshäufigkeit:
- Welpen (bis 6 Monate) - 3-4 Mahlzeiten täglich, Futter für Welpen mittelgroßer Rassen.
- Junge Hunde (6-12 Monate) - 2-3 Mahlzeiten täglich.
- Erwachsene Hunde (über 12 Monate) - 2 Mahlzeiten täglich (morgens und abends).
- Ältere Hunde (über 7-8 Jahre) - 2 Mahlzeiten täglich, Seniorfutter mit weniger Kalorien.
Körpergewichtskontrolle:
- Drever hat einen guten Appetit und kann leicht an Gewicht zunehmen, insbesondere bei unzureichender Aktivität.
- Übergewicht belastet die Gelenke, das Herz und verkürzt das Leben des Hundes.
- Regelmäßig die Kondition des Hundes überprüfen: Die Rippen sollten unter einer dünnen Fettschicht fühlbar sein, eine deutliche Taille von oben sichtbar, der Bauch von der Seite hochgezogen.
- Den Hund monatlich wiegen und die Futterportionen bei Bedarf anpassen.
Wasser:
- Ständiger Zugang zu frischem, sauberem Wasser - ein entscheidendes Element der Ernährung.
- Wasser mindestens einmal täglich wechseln.
- Aktive Hunde, insbesondere an warmen Tagen, benötigen mehr Wasser.
VERBOTENE Produkte für Hunde:
- Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee (Theobromin - giftig für Hunde)
- Zwiebeln, Knoblauch, Lauch (schädigen die roten Blutkörperchen)
- Trauben, Rosinen (Nierenschäden)
- Avocado (giftig)
- Geflügelknochen (können brechen und Verstopfungen verursachen)
- Süßigkeiten mit Xylit (tödlich giftig)
- Alkohol, Salz in großen Mengen
Ergänzungen und Zusätze:
- Lein- oder Lachsöl - unterstützt die Gesundheit von Haut und Fell, 1 Teelöffel mehrmals pro Woche zur Mahlzeit hinzufügen.
- Glucosamin und Chondroitin - unterstützen die Gesundheit der Gelenke, insbesondere bei älteren oder intensiv arbeitenden Hunden.
- Probiotika - unterstützen eine gesunde Darmflora.
- Vor der Einführung von Ergänzungen einen Tierarzt konsultieren.
Besondere Ernährungsbedürfnisse:
- Arbeitende/jagende Hunde - benötigen Futter mit höherem Kalorien- und Protein-/Fettgehalt.
- Ältere Hunde - Seniorfutter mit weniger Kalorien, aber höherem Ballaststoffgehalt und Zutaten zur Unterstützung der Gelenke.
- Hunde mit Allergien/Unverträglichkeiten - hypoallergenes Futter mit einer begrenzten Anzahl von Zutaten, z.B. Lamm mit Reis, Lachs mit Süßkartoffeln.
Beratung mit einem Tierarzt: Es ist ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren, um die optimale Ernährung für den jeweiligen Hund festzulegen, unter Berücksichtigung seiner individuellen Bedürfnisse, seines Aktivitätsniveaus und möglicher Gesundheitsprobleme.
Charakteristische Merkmale
Vorteile
- Ausgeglichener und ruhiger Temperament
- Hervorragender Fährtenleser im schwierigen Gelände
- Widerstandsfähig und belastbar unter schwierigen Bedingungen
- Gesunde und langlebige Rasse
- Unkomplizierte Fellpflege
Nachteile
- Unabhängiger und weniger geselliger Charakter
- Sehr hohe Bewegungsanforderungen
- Benötigt viel Platz und Gelände
- Starker Jagdinstinkt
- der schwer zu kontrollieren ist
- Nicht geeignet für Anfängerbesitzer.
Verhaltensbewertungen
Rassengeschichte
Drever hat eine faszinierende und relativ junge Geschichte, die bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts zurückreicht und eng mit der Entwicklung der Jagd in Skandinavien verbunden ist. Diese Rasse entstand in Schweden als Ergebnis der Anpassung importierter deutscher Jagdhunde an die spezifischen klimatischen und geografischen Bedingungen Nordeuropas.
Anfänge - Import des Westfälischen Dachsbracke: Im Jahr 1910 wurden kleine Jagdhunde aus Deutschland, bekannt als Westfälischer Dachsbracke (Westfälische Dachsbracke), nach Schweden gebracht. Es handelte sich um kurzbeinige, langgestreckte Spürhunde, die hauptsächlich zur Jagd auf kleines Wild in dichten Wäldern und schwierigem Gelände eingesetzt wurden. Die ersten Hunde dieser Rasse wurden 1913 offiziell in den schwedischen Zuchtbüchern registriert, obwohl wenig über die Zucht und Nutzung dieser Rasse vor 1930 bekannt ist.
1930er Jahre - wachsende Beliebtheit: Ab den 1930er Jahren begann der Westfälische Dachsbracke, einen Ruf als hervorragender Spürhund für Rehe und Hirsche in den schwedischen Wäldern zu gewinnen. In dieser Zeit war die Population des Wildes, insbesondere der Rehe, relativ gering, begann jedoch im Laufe der Zeit zu wachsen und sich weiter nach Norden auszubreiten. Die Jäger entdeckten schnell, dass kurzbeinige Spürhunde einen enormen Vorteil bei der Arbeit im schwedischen Gelände hatten - ihre langsame, aber ausdauernde und methodische Spurensuche ermöglichte es dem Jäger, dem Hund zu Fuß zu folgen, während sie gleichzeitig das Wild in einem Tempo hielten, das einen präzisen Schuss ermöglichte.
1947 - Geburt des Namens Drever: Während sich die Rasse in Schweden entwickelte, bemerkten die Züchter, dass die schwedische Variante etwas größer als das ursprüngliche deutsche war - etwa 2 cm höher im Widerriss. Diese Unterschiede in der Struktur sowie die wachsende Zuchttrennung führten zur Entscheidung, der schwedischen Variante einen eigenen, einzigartigen Namen zu geben. Im Jahr 1947 wurde die schwedische Variante des Dachsbracke offiziell als Drever benannt, was im Schwedischen auf das Wort driva (treiben, antreiben) verweist und auf die Arbeitsweise des Hundes anspielt - langsames, aber stetiges Treiben des Wildes in Richtung des Jägers.
1953 - Anerkennung als eigene Rasse: Im Jahr 1953 wurde der Drever offiziell vom Svenska Kennelklubben (Schwedischer Hundeverband) als eigene schwedische Jagdhunderasse anerkannt. Dies war ein entscheidender Moment in der Geschichte der Rasse, der ihre Abgrenzung vom deutschen Vorfahren bestätigte und sie als nationale schwedische Rasse etablierte. Der Drever wurde schnell zu dem wichtigsten und beliebtesten Jagdhund in Schweden, besonders geschätzt für die Jagd auf Rehe und Hirsche, aber auch für die Spurensuche nach Hasen und Füchsen.
Internationale Anerkennung - FCI: Der Drever wurde von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als skandinavische Rasse anerkannt und in Gruppe 6 (Schweißhunde und verwandte Rassen) Sektion 1.3 (Kleine Schweißhunde) klassifiziert. Der Rassestandard FCI Nr. 130 legt die spezifischen Anforderungen an das Aussehen, die Struktur und den Charakter des Drevers fest.
Drever als reinrassiger Jagdhund: Was den Drever von vielen anderen Jagdrassen unterscheidet, ist seine nahezu ausschließliche Nutzung als Arbeits- hund. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunderassen, die im Laufe der Zeit auch zu Begleithunden wurden, blieb der Drever vor allem ein Jagdhund. In Schweden ist er selten als gewöhnlicher Begleithund anzutreffen - die meisten Drever arbeiten aktiv im Gelände während der Jagd oder nehmen an Arbeitsprüfungen teil.
Drever in der modernen Zeit:
- In Schweden bleibt der Drever eine der beliebtesten Jagdrassen, und die Zucht wird streng auf die Erhaltung der Arbeitsmerkmale kontrolliert.
- Die Rasse wird allgemein zur Jagd auf Rehe, Hirsche, Füchse und Hasen in ganz Skandinavien eingesetzt.
- Außerhalb Skandinaviens ist der Drever relativ selten, gewinnt jedoch in anderen europäischen Ländern unter Jagdbegeisterten an gewisser Beliebtheit.
- Die Züchter achten auf die Erhaltung der Arbeitsmerkmale der Rasse, und Arbeitsprüfungen sind oft eine Voraussetzung für Hunde, die zur Zucht zugelassen werden.
Arbeitscharakter der Rasse: Der Drever wurde als langsame und methodische Spurensuche gezüchtet, die das Wild in Richtung des Jägers in einem Tempo antreibt, das es ermöglicht, dem Hund zu Fuß zu folgen. Dieses Merkmal unterscheidet ihn von schnellen Jagdhunden, die das Wild mit hoher Geschwindigkeit verfolgen. Die Arbeit des Drevers ist ruhig, ausdauernd und sehr effektiv im schwierigen, dichten Waldgelände, das für Skandinavien typisch ist.
Zukunft der Rasse: Der Drever bleibt eine lebendige, arbeitsfähige Rasse mit starken jagdlichen Traditionen. Seine Zukunft ist eng mit der Erhaltung der Arbeitsmerkmale und der Fortführung der skandinavischen Jagdtradition verbunden. Durch bewusste Zucht und Pflege der Funktionalität wird der Drever sicherlich einer der am meisten geschätzten Jagdhunde in Nordeuropa bleiben.



