
Malteser
FCI-Gruppe
9• FCI 65
Größe
Klein
Herkunftsland
XX
Höhe
20-25 cm
Gewicht
3-4 kg
Lebenserwartung
12-15 Jahre
Temperament
Überblick
Malteser, auch bekannt als Maltese, ist ein äußerst charmante Zierhund, der seit Jahrhunderten mit seinem eleganten Aussehen und seiner Bindung zum Menschen begeistert. Seine Geschichte reicht bis in die Antike zurück – er war der Liebling römischer Matronen und wurde in Kunstwerken der Renaissance an der Seite von Aristokratinnen dargestellt.
Der Name der Rasse stammt nicht von der Insel Malta, wie man vielleicht denken könnte. Er leitet sich von dem semitischen Wort màlat ab, das Hafen oder Zuflucht bedeutet. Die Vorfahren der Malteser lebten in den Häfen des Mittelmeerraums, wo sie Mäuse und Ratten in Lagerhäusern und auf Schiffen jagten.
Das auffälligste Merkmal des Maltesers ist sein langes, schneeweißes, seidiges Fell, das wie ein Mantel bis zum Boden fließt. Dieses Aussehen erfordert regelmäßige Pflege, aber das Ergebnis ist beeindruckend – der Malteser ist ein lebendiges Bild von Eleganz.
Trotz ihrer geringen Größe (Gewicht 3-4 kg) sind Malteser voller Energie und Lebensfreude. Ihre Intelligenz erleichtert das Training, und ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sich fast in jeder Umgebung zurechtzufinden. Sie eignen sich sowohl für Familien mit Kindern als auch für ältere Menschen. Sie sind ideale Hunde für das Leben in einer Wohnung – ihre Bewegungsbedürfnisse können durch tägliche 20-30-minütige Spaziergänge gedeckt werden.
Der Temperament des Maltesers ist eine Kombination aus Sanftheit, Geselligkeit und Mut. Sie sind äußerst an ihre Besitzer gebunden und leiden unter Einsamkeit. Sie benötigen viel Aufmerksamkeit und Zuneigung – am wohlsten fühlen sie sich im Zentrum des Familienlebens. Ihre Hingabe und Loyalität sind unübertroffen.
Es ist jedoch wichtig, sich der gesundheitlichen Herausforderungen bewusst zu sein. Malteser sind anfällig für Fettleibigkeit (was zu ernsthaften Erkrankungen führen kann), Zahnprobleme und Katarakt. Sie benötigen eine angemessene Ernährung, regelmäßige Besuche beim Tierarzt und tägliche Mundhygiene.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Malteser ein Hund ist, der seinen Besitzern immense Freude bringt. Seine Liebe und Hingabe sind bedingungslos, und seine Anwesenheit im Haus kann jeden Tag besser machen. Wir laden Sie ein, die faszinierende Welt der Malteser in den kommenden Kapiteln unseres Leitfadens weiter zu entdecken!
Der Malteser ist ein Hund mit kleinen Abmessungen, dessen wichtigstes Merkmal das lange, schneeweiße, seidige Fell ohne Unterwolle ist, das bis zum Boden reicht. Der FCI-Standard erlaubt nur reines Weiß oder einen sehr hellen Elfenbeinton.
Rassemaße:
- Widerristhöhe: 20-25 cm (Rüden) und 20-23 cm (Hündinnen)
- Gewicht: 3-4 kg
- Körperbau: verlängert – die Körperlänge übersteigt die Widerristhöhe um etwa 38%
Kopf und Gesicht: Der Kopf ist proportional zum Körper, mit einer deutlich ausgeprägten Stoppeln (Übergang von der Stirn zur Schnauze). Die Nase ist groß, schwarz und bildet einen natürlichen Punkt am Ende der Schnauze. Die Augen sind groß, rund, dunkel und sehr ausdrucksvoll – sie verleihen dem Malteser ein charmantes Aussehen. Die Ohren sind hoch angesetzt, leicht abgerundet und liegen an den Seiten des Kopfes an.
Körperbau: Der Hals ist lang und schlank, der Körper proportional mit gut ausgeprägter Brust. Der Schwanz ist an der Basis dick, verjüngt sich zur Spitze und wird hoch in eleganter Haltung getragen – so gebogen, dass die Schwanzspitze das Hinterteil berührt.
Fell: Sehr lang am gesamten Körper (von Kopf bis Schwanz), fällt gerade ohne Wellen oder Locken. Die Struktur ist seidig, glänzend und hat eine dichte Textur. Das Fehlen von Unterwolle bedeutet, dass das Fell nicht so leicht verfilzt, aber tägliches Bürsten erforderlich ist, um Verfilzungen zu vermeiden.
Bewegung: Flüssig, gleichmäßig, nicht hoch über dem Boden. Typische Bewegung im Trab mit schnellen, kurzen Schritten.
Der Malteser ist ein Hund mit einem außergewöhnlich freundlichen und geselligen Wesen. Dieser kleine Vierbeiner ist äußerst an seine Besitzer gebunden und verträgt Einsamkeit schlecht – er benötigt viel Aufmerksamkeit, Interaktion und die Anwesenheit von Menschen. Der Malteser ist am glücklichsten, wenn er im Zentrum des Familienlebens sein kann.
Beziehungen zu Menschen:
- Zur Familie: tief loyal, sucht Nähe und körperlichen Kontakt
- Zu Kindern: sanft und geduldig, erfordert jedoch Vorsicht – aufgrund der kleinen Größe müssen Kinder lernen, vorsichtig mit dem Hund umzugehen
- Zu Fremden: mäßig misstrauisch – ein guter Wachhund, der die Ankunft von Gästen signalisiert, aber nicht als Wachhund geeignet ist
Temperament und Verhalten: Malteser sind intelligent und leicht zu trainieren, sie können viele Tricks und Kommandos lernen. Ihr Temperament ist meist ruhig, aber sie können energisch und verspielt sein. Sie lieben interaktive Spielzeuge und Denksportaufgaben.
Kommunikation: Die Hauptweise, Emotionen auszudrücken, ist das Bellen – sie verwenden es, um Freude, Frustration, Unsicherheit oder vor Fremden zu warnen. Es ist ratsam, dem Malteser beizubringen, das Bellen zu kontrollieren, um Probleme mit übermäßiger Lautstärke zu vermeiden.
Beziehungen zu anderen Tieren: Malteser kommen gut mit anderen Hunden und Katzen aus, besonders wenn sie von Welpenalter an sozialisiert wurden. Sie haben keine Neigung zur Dominanz oder Aggression.
Trennung und Einsamkeit: Es ist eine Rasse, die sehr schlecht mit dem Alleinsein zurechtkommt. Längere Einsamkeit kann zu Trennungsangst, destruktivem Verhalten (Möbel beißen, Türen kratzen) und übermäßigem Bellen führen. Wenn die Besitzer oft abwesend sind, sollte man in Erwägung ziehen, einen zweiten Hund als Gesellschaft zu holen oder dem Malteser Aktivitäten in Form einer Hundekita zu bieten.
Wissenswert: Malteser haben keine Neigung zum Entlaufen – sie sind zu sehr an ihr Zuhause und ihre Besitzer gebunden. Ihre Welt dreht sich um die Nächsten.
Der Malteser, trotz seiner kleinen Größe, ist relativ gesund, hat jedoch wie viele Rassen reinrassiger Hunde eine Veranlagung zu bestimmten Krankheiten. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 12-15 Jahre, und bei entsprechender Pflege kann er sogar bis zu 18 Jahre alt werden.
Die häufigsten Gesundheitsprobleme bei Maltesern:
1. Fettleibigkeit – die größte Bedrohung für die Rasse. Übergewicht führt zu:
• Herzkrankheiten
• Diabetes
• Gelenk- und Rückenproblemen
• Verkürzung der Lebensdauer um bis zu 2-3 Jahre
Prävention: Kontrolle der Futterportionen, Vermeidung von Tischleckereien, regelmäßige körperliche Aktivität, Gewichtskontrolle alle 2-3 Monate.
2. Zahnprobleme – sehr häufig bei kleinen Rassen:
• Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis)
• Karies
• Zahnstein
• Zahnverlust im jungen Alter
Prävention: tägliche Mundhygiene (Zähneputzen), spezielle Leckerlis zur Zahnreinigung, regelmäßige Tierarztbesuche zur Kontrolle der Zähne, Entfernung von Zahnstein unter Narkose (alle 1-2 Jahre).
3. Augenkrankheiten:
• Bindehautentzündung
• Katarakt (häufig im Seniorenalter)
• Netzhautdegeneration
Prävention: tägliche Reinigung der Augenpartie, Kontrolle beim Tierarzt alle 6 Monate.
4. White Shaker Syndrome (Syndrom des zitternden weißen Hundes) – eine neurologische Erkrankung, die für weiße Rassen charakteristisch ist. Sie äußert sich in einem Zittern des gesamten Körpers, insbesondere in stressigen Situationen. Sie ist medikamentös behandelbar.
5. Andere Erkrankungen:
• Patellaluxation (Luxation der Kniescheibe)
• Bauchfellentzündung (kann bei Welpen auftreten)
• Hautallergien
• Trachealkollaps (bei übergewichtigen Hunden)
Empfindlichkeit gegenüber Temperaturen: Aufgrund des weißen Fells und des Fehlens eines Unterfells sind Malteser empfindlich gegenüber hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung. An heißen Tagen sollte ihnen ein kühler, schattiger Platz und Zugang zu frischem Wasser gewährleistet werden. Spaziergänge in der prallen Sonne sollten vermieden werden – am besten früh am Morgen oder am Abend.
Präventive Empfehlungen:
- Regelmäßige Tierarztbesuche (alle 6 Monate)
- Impfungen und Entwurmungen gemäß dem Kalender
- Blutuntersuchungen einmal im Jahr (insbesondere nach dem 7. Lebensjahr)
- Gewichts- und Konditionskontrolle
- Gesunde, ausgewogene Ernährung
- Tägliche Hygiene: Augen, Zähne, Ohren
Die Pflege des Maltesers ist unerlässlich, damit sein langes, seidiges Fell gesund und ästhetisch aussieht. Es ist eine Rasse, die in Bezug auf Grooming anspruchsvoll ist – die Besitzer müssen Zeit für die tägliche Pflege aufwenden oder sich für regelmäßige Besuche bei einem professionellen Groomer entscheiden.
1. Fellbürsten – TÄGLICH (15-30 Minuten):
- Verwenden Sie eine Bürste aus Naturhaar oder einen Metallkamm mit langen Zähnen
- Bürsten Sie schichtweise – von der Haut bis zu den Haarspitzen
- Achten Sie besonders auf Stellen, die anfällig für Verfilzungen sind: hinter den Ohren, unter den Pfoten, in den Leisten, unter dem Halsband
- Überprüfen Sie nach Spaziergängen das Fell auf Schmutz, Äste, Blätter
- Wenn Verfilzungen auftreten – vorsichtig mit den Fingern und etwas Conditioner entwirren, im Notfall mit einer Schere schneiden
2. Baden – alle 3-4 Wochen (oder häufiger bei starker Verschmutzung):
- Verwenden Sie spezielle Shampoos für langhaarige oder weiße Hunderassen (aufhellend, aber sanft)
- Bürsten Sie das Fell vor dem Baden gründlich – nasses verfilztes Fell verfilzt noch mehr
- Verdünnen Sie das Shampoo mit Wasser und massieren Sie es gründlich ins Fell ein
- Spülen Sie gründlich aus – Seifenreste verursachen Juckreiz und Mattheit des Fells
- Verwenden Sie einen Conditioner oder ein Serum – erleichtert das Entwirren und verleiht Glanz
- Mit einem Handtuch und einem Fön bei niedriger Temperatur trocknen, während Sie gleichzeitig bürsten
3. Augen – tägliche Reinigung:
- Malteser neigen zu Tränenfluss, was braune Verfärbungen um die Augen verursacht
- Wischen Sie täglich die Augenpartie mit feuchten Tüchern oder einem mit abgekochtem Wasser getränkten Wattepad ab
- Es können spezielle Flüssigkeiten zur Entfernung von Verfärbungen verwendet werden (erhältlich in Tierhandlungen)
- Schneiden Sie das Fell um die Augen regelmäßig, damit es das Auge nicht reizt
4. Ohren – Kontrolle und Reinigung einmal pro Woche:
- Überprüfen Sie, ob sich im Ohr zu viel Ohrenschmalz, ein unangenehmer Geruch oder Rötungen befinden
- Reinigen Sie die Ohren mit einer speziellen Ohrlösung für Hunde (stecken Sie keine Wattestäbchen tief hinein!)
- Das im Gehörgang wachsende Fell alle 4-6 Wochen vorsichtig zupfen (oder vom Groomer machen lassen)
5. Zähne – TÄGLICHE Reinigung:
- Malteser sind sehr anfällig für Zahnfleischerkrankungen – Mundhygiene ist das A und O
- Bürsten Sie die Zähne mit einer Hundezahnbürste und Zahnpasta für Hunde (niemals mit menschlicher Zahnpasta!)
- Geben Sie spezielle Leckerlis zur Zahnreinigung
- Besuchen Sie regelmäßig den Tierarzt zur Entfernung von Zahnstein
6. Krallen – alle 2-3 Wochen schneiden:
- Malteser haben helle Krallen, daher sieht man die Blutgefäße – vermeiden Sie dies!
- Verwenden Sie einen speziellen Nagelknipser für kleine Hunderassen
- Wenn Sie das Klopfen der Krallen auf dem Boden hören – ist es Zeit, sie zu schneiden
7. Frisur – Option für beschäftigte Besitzer:
Viele Menschen entscheiden sich für kurzes Schneiden des Malteserfells (sogenannte Welpenfrisur oder Sommerfrisur). Dies verkürzt die Pflegezeit auf 10-15 Minuten täglich. Besuche beim Groomer alle 6-8 Wochen helfen, ein ästhetisches Aussehen zu bewahren.
8. Pflege der Intimregion:
- Schneiden Sie regelmäßig das Fell um den Anus und die Geschlechtsorgane, um Verschmutzungen zu vermeiden
- Überprüfen Sie nach dem Verrichten der Notdurft, ob das Fell verschmutzt ist
Zusammenfassung: Die Pflege des Maltesers erfordert Regelmäßigkeit und Zeitaufwand, aber das Ergebnis ist es wert. Ein gut gepflegter Hund sieht aus wie eine lebendige Porzellanfigur und erfreut sich hervorragender Haut- und Fellgesundheit.
Der Malteser ist eine Rasse mit relativ geringem Bewegungsbedarf, was ihn zum idealen Begleiter für das Leben in einer Wohnung macht. Obwohl diese kleinen Hunde energiegeladen sind und gerne spielen, benötigen sie keine langen Spaziergänge oder anstrengende körperliche Betätigung.
Minimale Bewegungsanforderungen:
- Täglicher Spaziergang: 20-30 Minuten (kann in 2 Spaziergänge von 10-15 Minuten aufgeteilt werden)
- Spielen im Haus: 15-20 Minuten täglich – Apportieren kleiner Spielzeuge, interaktive Spiele, Suchspiele nach Leckereien
- Geistige Stimulation: Hundepuzzles, Tricks lernen, Suchspiele – wichtiger als intensive körperliche Anstrengung
Empfohlene Aktivitäten:
- Spaziergänge in der Umgebung – gemächliches Tempo, ohne Überanstrengung
- Spiele im Garten oder Park – Ballspielen, Spielen mit anderen Hunden (bei entsprechender Sozialisierung)
- Apportieren – Malteser lieben es, kleine Spielzeuge zu bringen
- Interaktive Spiele – Spielzeuge mit versteckten Leckereien, Schnüffelteppiche
- Gehorsamkeitsübungen – Grundkommandos, Tricks (geben dem Hund ein Gefühl von Zweck und stimulieren den Geist)
Was zu vermeiden ist:
- Lange, intensive Spaziergänge – Malteser haben kurze Beine und ermüden schnell
- Aktivitäten in der prallen Sonne – das weiße Fell schützt nicht vor Strahlung, Überhitzung ist leicht möglich
- Sprünge aus Höhen – Risiko von Patellaluxationen und Gelenkschäden
- Aggressive Spiele mit großen Hunden – Verletzungsrisiko aufgrund von Größenunterschieden
Soziale und emotionale Bedürfnisse:
Malteser kommen schlecht mit langfristiger Einsamkeit zurecht – sie benötigen die Anwesenheit von Menschen mehr als intensive Bewegung. Wenn die Besitzer oft abwesend sind, ist es ratsam:
- Dem Hund Gesellschaft zu bieten (ein zweiter Hund, eine Katze oder ein Tagesbetreuer)
- In eine Hundekita einzuschreiben (Sozialisierung und Aktivität)
- Interaktive Spielzeuge zu hinterlassen, die den Hund für ein bis zwei Stunden beschäftigen
Anpassung der Bewegung an das Alter:
- Welpen (bis 6 Monate): kurze, häufige Spaziergänge (3-4 Mal täglich für 10 Minuten), viel Spielen im Haus
- Erwachsene Hunde (6 Monate – 7 Jahre): Standardanforderungen (20-30 Minuten täglich)
- Senioren (über 7 Jahre): kürzere, ruhigere Spaziergänge, angepasst an die Fitness, mehr Ruhe
Zusammenfassung: Der Malteser ist ein Hund, der einen ruhigeren Lebensstil bevorzugt – für ihn ist die Nähe des Besitzers, das Spielen im Haus und die geistige Stimulation viel wichtiger als lange Spaziergänge. Ein idealer Begleiter für Menschen, die Ruhe und häuslichen Komfort schätzen.
Die Ausbildung eines Maltesers ist eine angenehme und befriedigende Erfahrung, da es sich um intelligente, lebhafte und lernwillige Hunde handelt. Viele Menschen machen jedoch den Fehler zu glauben, dass aufgrund der kleinen Größe des Hundes eine Ausbildung nicht notwendig ist. Diese Annahme ist falsch – selbst kleine Hunde benötigen klare Grenzen und Erziehung, um in der Gesellschaft richtig zu funktionieren.
Regeln für eine effektive Ausbildung des Maltesers:
1. Beginne die Ausbildung früh (ab der 8. Lebenswoche):
- Sozialisierung ist das A und O – Menschen, Hunde, Geräusche und Umgebungen kennenlernen
- Grundkommandos: Sitz, Platz, Bleib, Hier, Nein
- Sauberkeitstraining – konsequentes Ausführen an bestimmte Orte, Lob für das Geschäft im Freien
2. Verwende ausschließlich positive Verstärkung:
- Belohne mit Leckerlis, Lob und Streicheleinheiten für richtiges Verhalten
- Ignoriere unerwünschtes Verhalten oder lenke die Aufmerksamkeit des Hundes auf das richtige Verhalten
- Bestrafe niemals körperlich und schreie nicht – Malteser sind sensibel, Strafe führt zu Angst und Vertrauensverlust
3. Sei konsequent:
- Die Regeln müssen von allen Haushaltsmitgliedern eingehalten werden
- Erlaube bestimmte Verhaltensweisen nicht einmal so, einmal nicht (z.B. auf die Couch springen)
- Regelmäßigkeit – kurze Trainingseinheiten (5-10 Minuten), aber täglich
4. Lernen, alleine zu bleiben:
Malteser leiden oft an Trennungsangst. Es ist wichtig, den Hund von Welpenalter an zu lehren, dass Alleinsein normal ist:
- Beginne mit kurzen Abwesenheiten (5 Minuten), verlängere diese allmählich
- Mach kein großes Aufheben beim Verlassen und Zurückkommen nach Hause
- Überlasse dem Hund sicheres Spielzeug (z.B. einen mit Leckerlis gefüllten Kong)
- Kehre niemals zurück, wenn der Hund jammert oder bellt – du belohnst unerwünschtes Verhalten
5. Kontrolle des Bellens:
Malteser neigen dazu, übermäßig zu bellen. Lehre den Hund das Kommando Ruhe:
- Wenn der Hund zu bellen beginnt, sage ruhig: Ruhe
- Wenn er aufhört zu bellen (auch nur für 2 Sekunden), belohne sofort
- Verlängere allmählich die Zeit der Ruhe, die erforderlich ist, um eine Belohnung zu erhalten
- Schreie niemals einen bellenden Hund an – er wird denken, dass du mitmachst
6. Tricks und geistige Spiele:
Malteser lieben es zu lernen und zeigen gerne ihre Fähigkeiten. Lehre dem Hund Tricks:
- Gib Pfote – einfacher, grundlegender Trick
- Dreh dich – der Hund dreht sich um die eigene Achse
- Tot – der Hund legt sich auf die Seite und bewegt sich nicht
- Such – der Hund findet versteckte Leckerlis
- Agility für kleine Rassen – Tunnel, Slalom, Hindernisse
7. Leinenführigkeit:
- Lehre dem Hund, ohne Ziehen an der Seite zu gehen
- Verwende ein Geschirr anstelle eines Halsbands (geringeres Risiko von Trachea-Verletzungen)
- Halte an, wenn der Hund zieht – gehe erst weiter, wenn die Leine locker ist
8. Vermeide das Syndrom des kleinen Hundes:
Viele Menschen behandeln kleine Hunde anders als große und verzeihen ihnen Verhaltensweisen, die sie bei größeren Rassen nicht tolerieren würden:
- Trage den Hund nicht ständig auf den Armen – lass ihn Hund sein
- Tolerier kein Knurren, Beißen oder Aggression – auch nicht bei einem kleinen Hund
- Schütze nicht übermäßig – lass dem Hund natürliche Interaktionen mit anderen Hunden (bei Beachtung der Sicherheit)
- Umgehe das Training nicht – ein Malteser benötigt Grenzen genauso wie ein Deutscher Schäferhund
Gruppenkurse und professioneller Trainer:
Ziehe in Betracht, deinen Malteser für Welpenkurse oder Beratungen mit einem Hundetrainer anzumelden. Vorteile:
- Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen
- Professionelle Hilfe bei der Lösung von Verhaltensproblemen
- Motivation für regelmäßiges Training
- Erlernen der richtigen Trainingstechniken
Zusammenfassung: Der Malteser ist ein intelligenter und leicht zu erziehender Hund, benötigt jedoch Konsequenz, Geduld und eine positive Einstellung. Ein gut ausgebildeter Malteser ist eine Freude für den Besitzer – gehorsam, ruhig und selbstbewusst.
Die Ernährung des Maltesers sollte sorgfältig ausgewogen sein, um ihm die richtige Ernährung, Gesundheit und die Aufrechterhaltung des idealen Gewichts zu gewährleisten. Aufgrund der starken Neigung zur Fettleibigkeit ist die Kontrolle der Futtermenge entscheidend für die Langlebigkeit und Lebensqualität des Hundes.
Grundlegende Ernährungsrichtlinien für Malteser:
1. Futterauswahl:
- Trockennahrung für kleine oder miniaturisierte Rassen – angepasste Kalorienanzahl und Größe der Kroketten
- Nassfutter als Ergänzung oder Abwechslung (nicht mehr als 25% der täglichen Portion)
- B.A.R.F.-Diät (rohes Fleisch, Gemüse, Knochen) – erfordert eine Beratung mit einem Tierarzt oder Hundediätologen
- Suche nach Futter mit hohem Gehalt an tierischem Eiweiß (mindestens 25-30%), niedrigem Gehalt an Kohlenhydraten und künstlichen Zusätzen
Zutaten, die im Futter vermieden werden sollten:
- Mais, Weizen, Soja als Hauptbestandteile (geringe Nährstoffwerte, Füllstoffe)
- Fleischmehle unbekannter Herkunft
- Künstliche Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Aromen
- Übermäßiges Salz und Zucker
2. Portionen und Fütterungshäufigkeit:
- Welpen (2-6 Monate): 3-4 Mahlzeiten täglich, spezielles Futter für Welpen
- Junge Hunde (6-12 Monate): 2-3 Mahlzeiten täglich
- Erwachsene Hunde (über 12 Monate): 2 Mahlzeiten täglich (morgens und abends)
- Senioren (über 7 Jahre): 2 Mahlzeiten täglich, Seniorfutter mit reduzierter Kalorienanzahl
Tägliche Futtermenge: Für einen erwachsenen Malteser (Gewicht 3-4 kg) beträgt sie normalerweise 60-100 Gramm Trockenfutter pro Tag, abhängig von Aktivitätsniveau, Stoffwechsel und Art des Futters. Befolge immer die Empfehlungen des Herstellers auf der Verpackung und passe die Portion an die Kondition des Hundes an.
3. Gewichtskontrolle – ENTSCHEIDEND für Malteser:
- Wiege den Hund alle 2-3 Wochen auf derselben Waage
- Optimales Gewicht: 3-4 kg (gemäß Rassestandard)
- Palpieren der Rippen – sie sollten unter einer dünnen Fettschicht fühlbar, aber nicht sichtbar sein
- Wenn der Hund an Gewicht zunimmt – reduziere die Portion um 10-15% oder erhöhe die Aktivität
4. Leckerlis – weise verwenden:
- Leckerlis sollten nicht mehr als 10% der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen
- Wähle gesunde Optionen: Trockenfleisch, Gemüsestücke (Karotten, Brokkoli), spezielle Zahnpflegeleckerlis
- Vermeide: Süßigkeiten, Schokolade, Kekse, Reste vom Tisch
- Ziehe die Kalorien der Leckerlis von der Futterportion ab
5. Ernährung und Zahngesundheit:
Malteser sind anfällig für Zahnfleischerkrankungen. Unterstütze die Mundhygiene durch die Ernährung:
- Trockennahrung hilft, die Zähne mechanisch beim Kauen zu reinigen
- Spezielle Zahnpflegeleckerlis (z.B. Dentastix)
- Rohe Knochen mit Knorpel (nicht gekocht! – sie können brechen und Verstopfungen verursachen)
- Vermeide übermäßige weiche Nahrungsmittel – sie reinigen die Zähne nicht
6. Zugang zu frischem Wasser – IMMER:
- Eine Wasserschüssel sollte den ganzen Tag über verfügbar sein
- Wechsle das Wasser mindestens 2 Mal täglich
- Reinige die Schüssel täglich (Biofilm)
- An heißen Tagen stelle eine zusätzliche Schüssel am Ruheplatz des Hundes bereit
7. Giftige Produkte für Malteser – NIE füttern:
- Schokolade – enthält Theobromin, das für Hunde giftig ist (kann zum Tod führen)
- Zwiebeln und Knoblauch – schädigen die roten Blutkörperchen
- Trauben und Rosinen – schädigen die Nieren
- Avocado – enthält Persin, das für Hunde giftig ist
- Xylit (Süßstoff) – verursacht einen plötzlichen Abfall des Blutzuckers, Leberversagen
- Alkohol, Kaffee, Tee – giftig für das Nervensystem
- Gekochte Knochen – brechen in scharfe Stücke, können den Verdauungstrakt durchbohren
- Roher Hefeteig – fermentiert im Magen, verursacht Blähungen
- Macadamia – verursacht Lähmungen der Hinterbeine
8. Spezielle Diäten für Malteser mit gesundheitlichen Problemen:
- Futterallergien: hypoallergenes Futter mit einer Proteinquelle (z.B. Lamm, Fisch)
- Verdauungsprobleme: Futter für Hunde mit empfindlichem Magen
- Übergewicht: Light-Futter mit reduzierter Kalorienanzahl
- Zahnprobleme: Nassfutter oder eingeweichte Trockenfutter (für ältere Hunde mit Zahnverlust)
- Nieren- oder Lebererkrankungen: therapeutisches Futter, das vom Tierarzt verschrieben wurde
9. Futterwechsel – mache es schrittweise:
Ein plötzlicher Futterwechsel kann Durchfall und Erbrechen verursachen. Der Wechselprozess sollte 7-10 Tage dauern:
- Tag 1-2: 75% altes Futter + 25% neues
- Tag 3-4: 50% altes Futter + 50% neues
- Tag 5-6: 25% altes Futter + 75% neues
- Tag 7: 100% neues Futter
10. Nahrungsergänzung – ist sie notwendig?
Wenn der Hund hochwertiges, ausgewogenes Futter frisst, ist eine Ergänzung normalerweise nicht notwendig. In einigen Fällen kann der Tierarzt jedoch Folgendes empfehlen:
- Omega-3 und Omega-6 – für die Gesundheit von Haut und Fell
- Glucosamin und Chondroitin – für die Gesundheit der Gelenke (insbesondere bei älteren Hunden)
- Probiotika – für die Gesundheit des Darms (nach einer Antibiotikakur oder bei Verdauungsproblemen)
- Vitamine und Mineralien – nur bei nachgewiesenen Mängeln durch Tests
Gib niemals Ergänzungen ohne Rücksprache mit einem Tierarzt – eine Überdosierung von Vitaminen (insbesondere A und D) kann giftig sein.
Zusammenfassung: Eine richtige Ernährung des Maltesers ist der Schlüssel zu seiner Gesundheit, Langlebigkeit und schönem Fell. Kontrolliere die Portionen, vermeide Fettleibigkeit, wähle hochwertiges Futter und konsultiere regelmäßig den Tierarzt. Ein gesund ernährter Malteser ist ein glücklicher Malteser!
Charakteristische Merkmale
Vorteile
- Sanftes und freundliches Wesen
- Elegantes Aussehen mit seidigem Fell
- Leicht zu trainieren und intelligent
- Ideal für Wohnungen – geringe Bewegungsanforderungen
- Ausgezeichneter Begleiter für Familien und Senioren.
Nachteile
- Erfordert tägliche Fellpflege
- Anfällig für Fettleibigkeit und Zahnprobleme
- Verträgt Einsamkeit sehr schlecht
- Neigung zu übermäßigem Bellen
- Empfindlich gegenüber hohen Temperaturen.
Verhaltensbewertungen
Rassengeschichte
Die Geschichte des Maltesers reicht bis in die Antike zurück, was ihn zu einer der ältesten Begleithunderassen in der Geschichte der Menschheit macht. Seine Wurzeln sind tief in der Kultur des Mittelmeerraums verwurzelt, wo er über Jahrhunderte hinweg die Rolle eines Begleiters, Rattenfängers und Symbols von Eleganz und Luxus spielte.
Herkunft des Namens – nicht von der Insel Malta!
Entgegen der weit verbreiteten Meinung stammt der Name Malteser nicht von der Insel Malta. Er leitet sich von dem semitischen Wort màlat ab, das Hafen, Port oder Unterkunft bedeutet. Dieselbe semitische Etymologie findet sich in den Namen vieler Hafenstädte und Inseln im Mittelmeer:
- Die Insel Méléda (das heutige Mljet in Kroatien)
- Die sizilianische Stadt Melita
- Die Insel Malta
Die Vorfahren der Malteser lebten in diesen Hafenstädten und Anlegestellen, wo sie Mäuse und Ratten in Lagerhäusern und auf Schiffen jagten.
Antike – Hunde der Aristokratie:
Im antiken Griechenland und Rom waren Malteser äußerst geschätzt. Aristoteles (384-322 v. Chr.) erwähnte in seinen Schriften kleine Hunde, die den lateinischen Namen canes melitenses (maltesische Hunde) erhielten. Strabon, ein römischer Dichter des 1. Jahrhunderts n. Chr., beschrieb diese Hunde als die bevorzugten Begleiter römischer Matronen – Frauen aus höheren Kreisen.
Malteser waren ein Symbol für Reichtum und sozialen Status. Sie wurden von Adligen und Aristokraten gehalten, trugen oft Schmuck und wurden von Dienern gepflegt. Ihr weißes, seidenes Fell galt als Ausdruck von Reinheit und Eleganz.
Mittlere Alter und Renaissance – Hunde der Hofdamen:
Im Mittelalter und in der Renaissance erfreuten sich Malteser weiterhin großer Beliebtheit unter der europäischen Aristokratie. Sie erscheinen auf Gemälden der Meister der Renaissance, dargestellt an der Seite schöner Hofdamen. Die berühmte Malerei dieser Zeit verewigte Malteser als Symbole von Eleganz, Luxus und Zuneigung.
Die Rasse war besonders an den Höfen Italiens, Frankreichs und Spaniens beliebt. Königinnen und Prinzessinnen trugen sie in den Ärmeln ihrer Kleider oder auf Kissen.
19. Jahrhundert – formelle Anerkennung der Rasse:
Im 19. Jahrhundert, während der viktorianischen Ära, gelangten Malteser nach Großbritannien, wo sie schnell die Herzen der britischen Aristokratie eroberten. Im Jahr 1873 wurde die Rasse offiziell vom The Kennel Club in Großbritannien anerkannt.
In dieser Zeit gelangten Malteser auch in die Vereinigten Staaten. Der American Kennel Club (AKC) erkannte die Rasse im Jahr 1888 an. Die ersten Malteser, die auf amerikanischen Hundeshows ausgestellt wurden, begeisterten Richter und Publikum mit ihrer Eleganz.
20. Jahrhundert – globale Popularität:
Im 20. Jahrhundert wurden Malteser zu einer der beliebtesten Rassen von Zierhunden weltweit. Ihre kleine Größe, das schöne Fell und das sanfte Temperament machten sie zu idealen Begleitern sowohl für Familien als auch für alleinstehende Personen.
Im Jahr 1954 erkannte die Fédération Cynologique Internationale (FCI) die Rasse offiziell an und übertrug Italien die Schirmherrschaft als das Land, das für die Entwicklung und den Erhalt des Rassestandards verantwortlich ist. Der aktuelle FCI-Standard (Nr. 65) gilt seit 2015.
Gegenwart – Ikone der Zierhunderassen:
Heute ist der Malteser eine der am häufigsten gewählten Begleithunderassen weltweit. Seine kleine Größe macht ihn ideal für das Leben in einer Wohnung, und das lange, weiße Fell sowie die elegante Haltung machen ihn oft zur Wahl von Liebhabern von Ästhetik und Eleganz.
Malteser erscheinen in der Popkultur, auf Rassehundeshows und als Haustiere von Prominenten. Trotz sozialer Veränderungen und Lebensstile im Laufe der Jahrhunderte ist der Malteser ein treuer Begleiter des Menschen geblieben – wie vor tausenden von Jahren.
Zusammenfassung: Der Malteser ist eine Rasse mit reicher Geschichte, die über 2000 Jahre zurückreicht. Von den Hafenanlegestellen des Mittelmeers über die römischen Höhlen und die Salons der Renaissance bis hin zu modernen Familienhäusern – der Malteser war immer ein Symbol für Eleganz, Loyalität und Zuneigung zum Menschen.



