Pekingese

Pekingese

FCI #207FCI-Anerkennung: 2009Standard PLStandard EN

FCI-Gruppe

9FCI 207

Größe

Klein

Herkunftsland

CN

Höhe

15-25 cm

Gewicht

3.2-4.9 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Temperament

RuhigUnabhängigTreu

Überblick

Der Pekingese, auch als Löwenhund bekannt, ist eine Rasse voller Charme und Geheimnis. Diese kleinen Hunde stammen aus China und können auf eine außergewöhnliche Geschichte zurückblicken, die Tausende von Jahren reicht. Ihr majestätisches Aussehen und ihr mutiger Temperament ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Trotz ihrer geringen Größe – sie wiegen normalerweise zwischen 3 und 5 kg – zeichnen sich Pekingesen durch einen robusten Körperbau und eine ausgeprägte Knochenstruktur aus. Der breite Schädel und die kurze Schnauze, umgeben von langem, dichtem Fell, das eine charakteristische Mähne bildet, verleihen ihnen einen außergewöhnlichen, königlichen Charme.

Der Pekingese ist ein Zierhund, der keine intensive körperliche Aktivität benötigt. Daher eignet er sich hervorragend als Begleiter für ältere Menschen oder Bewohner kleinerer Räume wie Wohnungen. Ihr komplexes Temperament macht sie sowohl zärtlich als auch unabhängig. Sie benötigen jedoch konsequentes Training und frühe Sozialisierung, um Verhaltensprobleme zu vermeiden. Pekingesen können stur sein, aber der richtige Ansatz ermöglicht es, ihnen viele Tricks und grundlegende Kommandos beizubringen.

Obwohl Pekingesen eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen, sind sie nicht sehr überschwänglich in der Gefühlsäußerung. Das macht sie möglicherweise nicht zur idealen Wahl für Familien mit kleinen Kindern, die ihre subtile Kommunikationsweise nicht immer verstehen. Dennoch verleiht ihre Geschichte als heilige Tiere im alten China und ihre spätere Beliebtheit unter der britischen Aristokratie – einschließlich der Königin Victoria selbst – ihnen einen besonderen Charme und Klasse.

Heute werden Pekingesen weltweit sowohl als Begleiter als auch als Ausstellungs-hunde geschätzt. Ihre Präsenz in vielen Haushalten zeugt von ihrem außergewöhnlichen Charakter und ihrem schönen Aussehen, was sie zu einer der bekanntesten Hunderassen der Welt macht. Wenn Sie weiterlesen, erfahren Sie detailliertere Informationen über die Gesundheit, Pflege, Aktivität, Training, Ernährung, Geschichte, Aussehen und das Verhalten von Pekingesen, die Ihr Wissen über diese faszinierende Rasse sicherlich bereichern werden.

Der Pekingese ist ein kleiner Hund mit einem würdevollen und löwenartigen Aussehen. Seine Statur ist mäßig stämmig, mit kurzen Beinen und einem kräftigen, dichten Körper. Das Gewicht eines erwachsenen Pekingesen sollte 5 kg nicht überschreiten, und seine Schulterhöhe beträgt etwa 15-25 cm.

Charakteristische Merkmale des Kopfes:

  • Der Schädel ist breit und flach, mit einer deutlich ausgeprägten Stirn
  • Die Nase ist kurz, breit und schwarz, mit großen, offenen Nasenlöchern
  • Die Augen sind dunkel, rund und glänzend, was ihnen Ausdruck verleiht
  • Die Ohren haben die Form eines Herzens, sind lang und mit üppigem Haar bedeckt

Das Fell ist lang, gerade und dicht, und bildet eine charakteristische Mähne um den Hals, die dem Hund ein majestätisches Aussehen verleiht, das eines Löwen würdig ist. Der Schwanz ist hoch angesetzt, gedreht und leicht über den Rücken gebogen, ebenfalls mit langen Haaren bedeckt. Pekingesen können in verschiedenen Farben auftreten – mit Ausnahme von albino und leberfarben. Ihr Fell sollte gesund, glänzend und gut gepflegt sein, was die Eleganz dieser Rasse unterstreicht.

Charakteristische Merkmale

Gut mit anderen Hunden
Gut mit Katzen
Wohnungstauglich
Wenig sabbernd
Nicht zum Beißen neigend
Entweicht nicht

Vorteile

  • Ideal für ältere Menschen
  • benötigt nicht viel Bewegung
  • starke Loyalität
  • charmantes löwenhaftes Aussehen
  • verträgt Einsamkeit gut.

Nachteile

  • Nicht geeignet für kleine Kinder
  • Kann stur sein
  • Erfordert konsequentes Training
  • Benötigt regelmäßige Fellpflege
  • Atemprobleme

Verhaltensbewertungen

Rassengeschichte

Pekinesen haben eine lange und reiche Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht. Ihre Herkunft geht auf die Tang-Dynastie im alten China zurück, wo sie als heilige und äußerst wertvolle Tiere galten. Im alten China wurden Pekinesen mit besonderer Verehrung behandelt und waren ein Symbol für Reichtum und hohen sozialen Status. Jeder, der einen Pekinesen tötete oder stahl, konnte mit dem Tod bestraft werden – so groß war der Wert, der diesen kleinen Hunden beigemessen wurde.

Diese Rasse wurde über Jahrhunderte hinweg ausschließlich von der Aristokratie und den chinesischen Kaisern gezüchtet, die sie als eine Art Glücksbringer und Machtsymbole betrachteten. Ihre Popularität stieg dramatisch nach ihrer Ankunft in England im 19. Jahrhundert. Ein Wendepunkt war die Zerstörung des Sommerpalastes in Peking im Jahr 1860 während des Zweiten Opiumkriegs.

Einige Pekinesen wurden damals gerettet und nach England gebracht, wo sie schnell unter den Aristokraten berühmt wurden. Königin Victoria wurde eine große Liebhaberin dieser Rasse, was eine Mode für Pekinesen in der britischen Oberschicht auslöste. Einer der geretteten Hunde wurde der Königin Victoria geschenkt und erhielt den Namen Looty.

Seitdem sind Pekinesen weltweit populär geworden und haben Anerkennung als Begleit- und Ausstellungshunde erlangt. Heute werden sie für ihre Loyalität, ihren Mut und ihr außergewöhnliches Aussehen geschätzt und gehören zu den bekanntesten und geschätztesten Hunderassen mit antiker Abstammung.