
Mittelschnauzer
FCI-Gruppe
2• FCI 182
Größe
Mittel
Herkunftsland
DE
Höhe
45-50 cm
Gewicht
14-20 kg
Lebenserwartung
10-15 Jahre
Temperament
Überblick
Der Mittelschnauzer ist eine Hunderasse mit außergewöhnlicher Vielseitigkeit, die die Eigenschaften eines hervorragenden Familienhundes und Wachhundes vereint. Er stammt aus Süddeutschland, wo er ursprünglich als Stallhund diente – dort fühlte er sich besonders in Gesellschaft von Pferden wohl. Seine Aufgabe war es, den Stall zu bewachen und gnadenlos Nagetiere zu bekämpfen, was ihm schnell den Spitznamen Rattenfänger (dt. Rattler) einbrachte.
Als 1895 der Pinscher-Schnauzer-Club gegründet wurde, wurde die Rasse unter dem Namen rauhaariger Pinscher registriert. Das charakteristische raue Fell und der kräftige, quadratische Körperbau machen den Mittelschnauzer zu einer auffälligen Rasse. Seine Schulterhöhe ist nahezu gleich der Körperlänge, was die athletische Statur und Proportionen unterstreicht.
Der Mittelschnauzer ist ein Hund mit lebhaftem Temperament, das mit einem ruhigen Wesen kombiniert ist. Er ist gutmütig, gesellig und bekannt für seine tiefe Hingabe an seinen Besitzer. Er liebt Kinder und wird zu einem treuen Spielgefährten für sie. Er ist ein unermüdlicher, wachsamer Hund, der gleichzeitig nicht übermäßig laut ist – er eignet sich hervorragend als Wachhund für das Zuhause.
Hochentwickelte Sinne, Intelligenz und die Leichtigkeit beim Training machen den Mittelschnauzer zu einer ausgezeichneten Wahl sowohl für Familien mit Kindern als auch für aktive Personen, die einen loyalen Begleiter suchen. Sein starker, langer Schädel, die charakteristischen Ohren in V-Form und die dunklen, lebhaften Augen, die Intelligenz ausstrahlen – das sind Merkmale, die Aufmerksamkeit erregen und im Gedächtnis bleiben.
Wenn Sie sich für den Mittelschnauzer interessieren, laden wir Sie ein, unseren Leitfaden weiterzulesen. Sie werden mehr über die Gesundheit, Pflege, Bewegungsbedürfnisse, Ausbildung, Ernährung, Geschichte und das Verhalten dieser faszinierenden Rasse erfahren.
Der Mittelschnauzer ist ein Hund mit einem charakteristischen, unverwechselbaren Aussehen. Seine auffälligsten Merkmale sind das raue, dichte Fell und der kräftige, kompakte Körperbau. Die Silhouette des Schnauzers ist quadratisch – die Schulterhöhe beträgt zwischen 45 und 50 cm und ist nahezu gleich der Körperlänge. Das Gewicht liegt im Bereich von 14–20 kg, was ihn zu einem mittelgroßen Hund mit großer Kraft und Ausdauer macht.
Der Kopf des Mittelschnauzers ist stark und lang. Die Kopflänge (gemessen vom Nasenspitze bis zum Hinterkopf) entspricht ungefähr der Hälfte der Länge der Rückenlinie (von der Schulter bis zur Schwanzwurzel). Der obere Kopf ist flach, und der Stopp ist deutlich ausgeprägt, was dem Hund einen charakteristischen, entschlossenen Ausdruck verleiht. Die schwarzen, gut entwickelten Nasenlöcher und die stumpf keilförmige Schnauze vervollständigen sein markantes Profil.
Die Augen sind von mittlerer Größe, oval und dunkel – voller Leben und Intelligenz. Die Ohren haben die Form eines V, hängen herab, und ihre inneren Ränder liegen an den Wangen an, was dem Hund ein symmetrisches und harmonisches Aussehen verleiht.
Der Hals ist kräftig, gut bemuskelt und geht fließend in die Schultern über. Der Körper ist kurz und stark, mit einer leicht abfallenden Oberlinie von der Schulter bis zur Schwanzwurzel. Der Brustkorb ist mäßig breit und tief und reicht bis zur Ellenbogenhöhe, was dem Hund Stabilität und Kraft verleiht.
Der Schwanz des Schnauzers ist natürlich und kann die Form einer Sichel oder eines Schwertes annehmen – beide Varianten sind gemäß dem Rassestandard akzeptiert.
Die Gliedmaßen sind stark, gerade und gut bemuskelt, was Beweglichkeit, Schnelligkeit und eine große Portion Energie gewährleistet. Der Schnauzer bewegt sich leicht und elegant, trotz seines kräftigen Aufbaus.
Das Fell ist das Markenzeichen der Rasse – hart, rau und dicht, bestehend aus einem dichten Unterfell und einem an den Körper anschmiegenden Deckhaar. Die Fellfarbe kann sein:
- Rein schwarz mit schwarzem Unterfell
- Pfeffer und Salz – charakteristisches Muster in Grautönen
Der Mittelschnauzer ist ein Hund, der die Blicke auf sich zieht und mit Sicherheit der Stolz seines Besitzers werden kann. Sein markantes Erscheinungsbild und die harmonischen Proportionen machen ihn zu einer der am leichtesten erkennbaren Hunderassen.
Der Mittelschnauzer ist ein Hund mit einem außergewöhnlichen Temperament, der lebhafte Charakterzüge mit Sanftmut und Hingabe vereint. Typische Merkmale dieser Rasse sind die lebhafte Natur, kombiniert mit einem ruhigen Gemüt, Gutmütigkeit, Geselligkeit und das sprichwörtliche Engagement für seinen Besitzer. Der Schnauzer liebt Kinder und wird für sie nicht nur zu einem Spielgefährten, sondern auch zu einem Beschützer und Freund.
Schnauzer sind wachsam, aber nicht laut, was sie zu hervorragenden Wachhunden macht. Sie besitzen hochentwickelte Sinne, ausgezeichnete Beobachtungsfähigkeiten und sind immer bereit, ihren Besitzer und die Familie zu schützen. Trotz ihrer Wachsamkeit bellen sie nicht ohne Grund – sie können echte Bedrohungen erkennen und angemessen auf die Situation reagieren.
Der Mittelschnauzer ist ein intelligenter, schnell lernender und kooperationsbereiter Hund, was das Training sowohl für den Hund als auch für den Besitzer angenehm und effizient gestaltet. Seine intellektuellen Fähigkeiten und die Bereitschaft zur Arbeit ermöglichen es, in verschiedenen Disziplinen des Hundesports hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Schnauzer haben einen starken Jagdinstinkt, der aus ihren historischen Wurzeln als Stallhunde, die Nagetiere jagten, resultiert. Dies kann manchmal zu unvorhersehbarem Verhalten gegenüber kleinen Tieren führen, weshalb es wichtig ist, frühzeitige Sozialisierung und Training einzuführen, um angemessenes Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen zu gewährleisten.
Der Mittelschnauzer ist ein Familienhund, der die Nähe seines Besitzers schätzt. Seine Hingabe und Loyalität machen ihn zu einem vollwertigen Familienmitglied. Schnauzerbesitzer sollten bereit sein, aktiv Zeit mit ihrem Haustier zu verbringen, da diese Hunde nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch geistige Anregung benötigen, um glücklich, gesund und emotional ausgeglichen zu sein.
Der Mittel-Schnauzer erfreut sich im Allgemeinen einer sehr guten Gesundheit und kann bei entsprechender Pflege 12–15 Jahre alt werden. Wie jede Rasse kann er jedoch anfällig für bestimmte genetische und erworbene Erkrankungen sein, daher ist es wichtig, die potenziellen Gesundheitsrisiken zu kennen.
Zu den Krankheiten, die bei Mittel-Schnauzern auftreten können, gehören:
- Augenerkrankungen – Katarakt, Netzhautdysplasie, fortschreitende Netzhautatrophie (PRA)
- Kreislaufprobleme – Herzklappenfehler
- Hautprobleme – Nahrungsmittel- oder Kontaktallergien, atopische Dermatitis
- Harnsteine – insbesondere Struvitsteine bei Hündinnen
Deshalb sind regelmäßige Tierarztbesuche entscheidend – routinemäßige Kontrolluntersuchungen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung möglicher Gesundheitsprobleme. Es wird empfohlen, Augen- und Herzuntersuchungen durchzuführen sowie den Zustand von Haut und Fell zu überwachen.
Eine angemessene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität sind die Grundlage für die Gesundheit des Mittel-Schnauzers. Hunde dieser Rasse neigen zu Übergewicht, daher ist es wichtig, die Futterportionen zu kontrollieren und Überfütterung zu vermeiden.
Schnauzer sollten gemäß den veterinärmedizinischen Empfehlungen geimpft und regelmäßig entwurmt werden. Die Besitzer sollten auch auf die Mundhygiene ihres Hundes achten – regelmäßiges Zähneputzen verhindert Zahnfleischerkrankungen und Parodontitis, die zu schwerwiegenderen Gesundheitsproblemen, einschließlich Herz- und Nierenerkrankungen, führen können.
Im Allgemeinen kann der Mittel-Schnauzer bei entsprechender Pflege, Gesundheitsvorsorge und Liebe ein langes, gesundes und aktives Leben an der Seite seines Besitzers genießen.
Die Pflege des mittelgroßen Schnauzers ist etwas zeitaufwendig, aber die Ergebnisse sind definitiv die Mühe wert. Das Fell dieser Rasse ist rau, fest und dicht, was eine regelmäßige Pflege erfordert, um Verfilzungen, Mattierungen und Hautprobleme zu vermeiden.
Bürsten sollte mindestens 2–3 Mal pro Woche erfolgen – wir verwenden eine Bürste mit harten Borsten oder einen Kamm mit metallenen Zähnen, um abgestorbene Haare, Schmutz zu entfernen und die Bildung von Verfilzungen zu verhindern. Schnauzer haben einen charakteristischen Bart und Augenbrauen, die besondere Aufmerksamkeit und tägliche Reinigung erfordern, da sich dort Essensreste und Wasser ansammeln.
Trimmen (Zupfen) ist unerlässlich, um die richtige Textur und Farbe des Fells zu erhalten. Schnauzer sollten nicht mit einer Maschine geschoren werden, da dies die Struktur des Fells schwächt, das seine Festigkeit verliert und weich wird. Das Trimmen sollte alle 8–12 Wochen von einem erfahrenen Groomer oder selbst nach entsprechender Schulung durchgeführt werden.
Bäder sollten nur dann erfolgen, wenn es notwendig ist (z. B. nach einer Verschmutzung), um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht zu zerstören. Wir verwenden milde Shampoos, die für Hunde mit rauem Fell geeignet sind.
Ohrenpflege – regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Ohren (alle 1–2 Wochen) verhindert Infektionen und die Ansammlung von Ohrenschmalz.
Augenhygiene – die Augen des Schnauzers sollten sauber und frei von Absonderungen sein. Wir entfernen regelmäßig eventuelle Absonderungen mit einer sanften, feuchten Gazekompressen.
Krallen schneiden – wenn der Hund sie nicht natürlich beim Spazierengehen abnutzt, sollten sie alle 3–4 Wochen geschnitten werden.
Mundhygiene – regelmäßiges Zähneputzen (2–3 Mal pro Woche) sowie die Bereitstellung von Zahnpflegekauknochen helfen, gesunde Zähne und Zahnfleisch zu erhalten.
Die Pflege des mittelgroßen Schnauzers ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit, eine starke Bindung zu Ihrem Haustier aufzubauen. Der regelmäßige Kontakt während der Pflege ermöglicht es, den Gesundheitszustand des Hundes zu überwachen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.
Der Mittel-Schnauzer ist ein Hund mit viel Energie und Ausdauer, der regelmäßige und intensive körperliche Aktivität benötigt, um gesund, wohlauf und ausgeglichen zu bleiben. Die tägliche Bewegungsmenge sollte mindestens 60–90 Minuten betragen, aber aktive Schnauzer freuen sich über mehr.
Körperliche Aktivität kann Folgendes umfassen:
- Spaziergänge – tägliche Spaziergänge mit unterschiedlicher Intensität, am besten in verschiedenen Umgebungen (Park, Wald, Wiese)
- Laufen – Schnauzer lieben es, neben dem Fahrrad zu laufen oder beim Joggen mit ihrem Besitzer
- Spiele im Park – das Apportieren von Bällen, Frisbees, Tauziehen
- Bergwandern – eine großartige Aktivität für aktive Besitzer
- Schwimmen – einige Schnauzer mögen Wasser, und Schwimmen ist eine hervorragende gelenkschonende Übung
Dank ihrer Intelligenz, Wendigkeit und Kooperationsbereitschaft eignen sich Schnauzer hervorragend für Hundesportarten:
- Agility – ein Hindernisparcours, ideal für agile und energiegeladene Hunde
- Gehorsam – ein Gehorsamssport, der Präzision und Konzentration erfordert
- Rally-O – eine Kombination aus Gehorsam und Agility
- Nasenarbeit – die Nutzung des Geruchssinns zur Suche nach Düften
- Flyball – ein dynamischer Mannschaftssport
Regelmäßige Übungen helfen nicht nur, ein angemessenes Gewicht und körperliche Fitness zu erhalten, sondern unterstützen auch die psychische Gesundheit des Hundes, verhindern Langeweile, Depressionen und destruktives Verhalten (wie Möbelzerstörung, übermäßiges Bellen oder Hyperaktivität).
Besitzer von Schnauzern sollten daran denken, dass ein Mangel an Bewegung zu ernsthaften Verhaltensproblemen führen kann – Hyperaktivität, Aggression, Trennungsängste. Daher ist es wichtig, Vielfalt in die täglichen Übungen zu bringen und interaktive Spiele und geistig anregende Spielzeuge für den Hund bereitzustellen (Puzzle, Suchmatten, Kong-Spielzeuge).
Der Mittel-Schnauzer ist der ideale Partner für aktive Menschen, die Bewegung und Zeit im Freien lieben. Gemeinsame Aktivitäten sind der Schlüssel zum Glück und zur Gesundheit dieser Rasse.
Der Mittelschnauzer ist ein äußerst intelligenter, leicht zu trainierender und kooperationsbereiter Hund, was ihn zu einem idealen Kandidaten sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Besitzer macht. Dank seines lebhaften Temperaments, seiner hohen Motivation und seiner Fähigkeit, neue Kommandos schnell zu lernen, erzielen Schnauzer hervorragende Ergebnisse im Training.
Das Training sollte so früh wie möglich beginnen – idealerweise ab dem Moment, in dem der Welpe ins Haus kommt (etwa in der 8. Lebenswoche). Frühe Sozialisierung und das Erlernen grundlegender Kommandos sind die Grundlage für späteren Erziehungserfolg.
Die Trainingsmethoden sollten auf positiver Verstärkung basieren – Belohnungen (Leckerlis, Spielzeuge, Lob, Streicheln), da Schnauzer am besten auf positive Motivation reagieren. Körperliche Strafen und Schreien sollten vermieden werden, da sie das Vertrauen zerstören und zu Verhaltensproblemen führen können.
Grundkommandos, die gelernt werden sollten:
- Sitz, Platz, Steh – Grundlagen der Gehorsamkeit
- Hier, Bleib – entscheidend für die Sicherheit
- Aus, Nein – Impulskontrolle
- Pfote geben, Dreh dich – Tricks, die die Bindung stärken
Das Training sollte regelmäßig und konsequent sein – kurze Einheiten (10–15 Minuten) 2–3 Mal täglich sind effektiver als lange, ermüdende Trainingseinheiten. Konsequenz bei der Durchsetzung der Regeln ist entscheidend – alle Familienmitglieder müssen die gleichen Regeln befolgen.
Der Mittelschnauzer ist ein hervorragender Kandidat für Hundesportarten:
- Obedience – Gehorsamssport, der die Präzision der Kommandos verbessert
- Agility – Hindernisparcours, der Geschicklichkeit und Konzentration erfordert
- Rally-O – Kombination aus Obedience und Agility mit Spielelementen
- Nosework – Nasenarbeit, ideal für Hunde mit ausgeprägtem Jagdinstinkt
Wichtig ist auch, dem Schnauzer Gehorsam in verschiedenen Situationen beizubringen – zu Hause, beim Spaziergang, in Gegenwart anderer Hunde und Menschen. Ein gut ausgebildeter Schnauzer ist ein Hund, der nicht nur im Umgang mit Menschen und anderen Tieren hervorragend ist, sondern auch ein vollwertiges, sicheres und fröhliches Familienmitglied wird.
Das Training des Schnauzers sollte sowohl für den Hund als auch für den Besitzer Freude bereiten. Gemeinsame Arbeit, Spiel und Lernen stärken die Bindung und bringen beiden Seiten Zufriedenheit. Denk daran – ein gut ausgebildeter Hund ist ein glücklicher Hund!
Die Ernährung des mittelgroßen Schnauzers sollte ausgewogen, von hoher Qualität und angepasst an sein Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand sein. Eine richtige Ernährung ist die Grundlage für die Gesundheit, Fitness und Langlebigkeit des Hundes.
Die Wahl des Futters – die Besitzer sollten Premium- oder Super-Premium-Futter wählen, die enthalten:
- Hochwertiges Protein (Fleisch, Fisch) – mindestens 25–30% der Zusammensetzung
- Gesunde Fette (Omega-3 und Omega-6) – für die Gesundheit von Haut und Fell
- Vitamine und Mineralien – zur Unterstützung des Immunsystems
- Ballaststoffe – für eine gesunde Verdauung
Was zu vermeiden ist:
- Futter, das künstliche Farbstoffe, Konservierungsstoffe und Aromen enthält
- Übermäßige Füllstoffe (Getreide, Mais) – können Allergien verursachen
- Futter mit wenig Ballaststoffen, das zu Verdauungsproblemen führen kann
Mittelgroße Schnauzer haben Tendenz zur Fettleibigkeit, daher ist es entscheidend:
- Die Futterportionen zu kontrollieren – gemäß den Empfehlungen des Futtermittelherstellers und den Richtlinien des Tierarztes
- Überfütterung und übermäßiges Naschen zwischen den Mahlzeiten zu vermeiden
- Den Hund regelmäßig zu wiegen und die Körperkondition zu überwachen
Regelmäßigkeit der Mahlzeiten – erwachsene Schnauzer sollten 2 Mahlzeiten täglich zu festen Zeiten erhalten. Welpen benötigen 3–4 Mahlzeiten pro Tag. Regelmäßigkeit hilft, einen gesunden Stoffwechsel aufrechtzuerhalten und Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Zugang zu frischem Wasser – der Hund muss den ganzen Tag über unbegrenzten Zugang zu sauberem, frischem Wasser haben.
Leckerlis – können Teil des Trainings und der Belohnung sein, sollten jedoch 10% des täglichen Kalorienbedarfs nicht überschreiten. Wir wählen gesunde Leckerlis: Trockenfleisch, Gemüse (Karotten, Brokkoli), Obst (Äpfel, Bananen in kleinen Mengen).
Was man NICHT geben sollte:
- Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Rosinen – giftig für Hunde
- Hühnchenknochen – können brechen und Verletzungen der Speiseröhre verursachen
- Salzige, fettige oder gewürzte Nahrung – führt zu Gesundheitsproblemen
Bei Zweifeln bezüglich der Ernährung, Nahrungsmittelallergien oder Verdauungsproblemen, konsultiere einen Tierarzt, der hilft, das passende Futter auszuwählen, eventuell eine Ergänzung empfiehlt oder eine Ausschlussdiät einführt.
Denk daran – eine richtige Ernährung ist eine Investition in die Gesundheit und ein langes Leben deines mittelgroßen Schnauzers!
Charakteristische Merkmale
Vorteile
- Vielseitiger Charakter
- Freundliche und treue Natur
- Leichtigkeit des Trainings und Intelligenz
- Wachsamem Hausbewacher
- Gut mit Kindern
- Gesunde Rasse
Nachteile
- Erfordert regelmäßige Fellpflege
- Kann für wenig aktive Personen zu energisch sein
- Benötigt viel Aufmerksamkeit und Stimulation
- Starker Jagdinstinkt gegenüber kleinen Tieren
Verhaltensbewertungen
Rassengeschichte
Der Mittel-Schnauzer hat eine reiche und faszinierende Geschichte, die bis ins mittelalterliche Süddeutschland zurückreicht. Diese Rasse wurde ursprünglich als Stallhund eingesetzt, dessen Hauptaufgabe es war, das Vieh, die Pferde zu bewachen und gnadenlos Nagetiere – Ratten und Mäuse, die eine Plage in Ställen und Scheunen darstellten – zu bekämpfen. Der Schnauzer fühlte sich in der Gesellschaft von Pferden besonders wohl und gewann schnell die Anerkennung von Landwirten und Züchtern.
Seine außergewöhnlichen Jagdfähigkeiten und Wendigkeit bei der Jagd auf Nagetiere brachten ihm den Spitznamen Rattler (deutsch: Rattenfänger) ein. Schnauzer wurden nicht nur wegen ihrer Jagdfähigkeiten, sondern auch wegen ihrer Wachsamkeit, Intelligenz und Hingabe hoch geschätzt, was sie zu ausgezeichneten Wachhunden machte.
Im 19. Jahrhundert begannen Züchter systematische Arbeiten zur Vereinheitlichung des Aussehens, Charakters und der Gebrauchseigenschaften des Schnauzers. 1879 wurde der Schnauzer auf einer Hundeschau in Hannover erstmals als eigene Rasse präsentiert. Im Jahr 1895 wurde der Pinscher-Schnauzer-Club (PSK) gegründet, der zur offiziellen Registrierung der Rasse unter dem Namen rauhaariger Pinscher (Rauhaariger Pinscher) beitrug. Erst später setzte sich der Name Schnauzer durch, der sich von dem deutschen Wort Schnauze (Schnauze) ableitet und auf den charakteristischen Bart und die Schnurrhaare des Hundes verweist.
Durch selektionäre Zucht und Kreuzung mit anderen Rassen (vermutlich mit Pinschern, Pudel und Hütehunden) erwarb der Schnauzer seine charakteristischen Merkmale: raues Fell, robuste Statur, Intelligenz und Vielseitigkeit. Die Züchter unterschieden drei Größen der Rasse:
- Miniatur-Schnauzer (Zwergschnauzer) – die kleinste
- Mittel-Schnauzer (Mittelschnauzer) – die ursprüngliche Größe
- Riesen-Schnauzer (Riesenschnauzer) – die größte
Der Mittel-Schnauzer wurde nicht nur als Wachhund und Stallhund eingesetzt, sondern auch als Reisebegleiter – er begleitete die Kutscher von Postkutschen und schützte die Ladungen vor Dieben. Im 20. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Motorisierung, nahm die Rolle des Schnauzers als Arbeitshund ab, aber seine Vielseitigkeit und freundliche Natur machten ihn zu einem beliebten Familienhund und Begleiter.
Heute erfreut sich der Mittel-Schnauzer weltweit großer Anerkennung. Seine natürlichen Instinkte, Intelligenz, Hingabe und die Fähigkeit, sich an das Leben in der modernen Welt anzupassen, machen ihn zu einem idealen Hund für Familien, aktive Menschen und als Diensthund (z.B. in der Therapiearbeit, bei der Drogenaufspürung).
Der Mittel-Schnauzer ist ein lebendiges Erbe der deutschen Hundezucht – eine Rasse, die über Jahrhunderte hinweg evolviert ist und dabei ihre besten Eigenschaften bewahrt hat und die Herzen von Besitzern auf der ganzen Welt erobert hat.



