Japanischer Terrier

Japanischer Terrier

FCI #259FCI-Anerkennung: 2016Standard PLStandard EN

FCI-Gruppe

3FCI 259

Größe

Klein

Herkunftsland

JP

Höhe

30-33 cm

Gewicht

4-5 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Temperament

AnhänglichVerspieltIntelligent

Überblick

Japanischer Terrier, auch bekannt als Nihon Teria, ist eine faszinierende Rasse mit einer reichen Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Sie entstand durch die Kreuzung von kurzhaarigen Foxterriern, die mit holländischen Seefahrern nach Japan kamen, mit kleinen einheimischen Jagdhunden und einheimischen Rassen. Das Ergebnis dieser Verpaarungen war eine elegante und schlanke Rasse, die schnell als Begleithund in Hafenstädten wie Kobe und Yokohama populär wurde.

Im Jahr 1930 wurde die Rasse offiziell vom Japanischen Hundeverband anerkannt, was zu ihrer Entwicklung und Stabilisierung des modernen Typs beitrug. Der Japanische Terrier zeichnet sich durch lebhaften Temperament aus, ist intelligent, kann jedoch in Gegenwart von Fremden eine gewisse Schüchternheit zeigen. Er liebt die Gesellschaft von Menschen und anderen Hunden, kann jedoch manchmal eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit seines Besitzers sein.

Es ist ein Hund, der gerne an Spielen teilnimmt und auch ruhige Momente der Entspannung in enger Verbindung mit dem Menschen schätzt. Dank seiner ausgezeichneten Körperproportionen und seiner kleinen Größe – die Schulterhöhe beträgt 30-33 cm – ist er ein idealer Begleiter sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus mit Garten.

Sein kurzes, dichtes und glänzendes Fell kommt meist in dreifarbiger Färbung: weiß, schwarz und braun. Zu den charakteristischen Merkmalen gehören:

  • Kleine, hängende Ohren in V-Form
  • Mittelgroße, dunkle, ovale Augen
  • Flacher und mäßig schmaler Schädel
  • Komplette, proportionale Silhouette

Obwohl der Japanische Terrier klein ist, hat er viel Energie und benötigt regelmäßige körperliche Aktivität, um gesund und fit zu bleiben. In den folgenden Abschnitten dieses Leitfadens erfahren Sie mehr über seine Gesundheit, Pflege, Bewegungsbedürfnisse, Training, Ernährung und Geschichte. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Japanischen Terriers und entdecken Sie, was diese Rasse so besonders macht.

Der Japanische Terrier ist ein kleiner Hund mit einer eleganten und kompakten Statur, der eine Höhe von 30 bis 33 cm im Widerrist erreicht. Sein Körper ist proportional – das Verhältnis von Höhe zu Länge des Rumpfes beträgt 1:1, was ihm ein harmonisches Erscheinungsbild verleiht.

Das Fell dieses Hundes ist kurz, dicht, glänzend und glatt, was ihn sehr ästhetisch erscheinen lässt und minimaler Pflege bedarf. Die häufigsten Farbvariationen sind dreifarbige Kombinationen aus Weiß, Schwarz und Braun, mit charakteristischen Flecken, die am Körper verteilt sind.

Der Kopf des Japanischen Terriers ist proportional zum Rest des Körpers, mit einem flachen und mäßig schmalen Schädel. Der Stop (der Übergang zwischen Stirn und Schnauze) ist schwach ausgeprägt, und der Nasenrücken ist gerade und schwarz. Die Augen sind mittelgroß, oval und dunkel, was dem Hund ein ausdrucksvolles und intelligentes Aussehen verleiht. Die Ohren sind recht klein, dünn, nach vorne fallend in Form eines V und können auch leicht gerollt sein.

Der Hals ist von mittlerer Länge und kräftig, was eine stabile Verbindung zum Rumpf gewährleistet. Der Rumpf ist kurz und kompakt, mit gut ausgeprägtem Widerrist. Der Brustkorb ist tief, und die Bauchlinie ist leicht angezogen, was die athletische Bauweise betont.

Die Vorderbeine sind gerade, parallel und gut aufgestellt, während die Hinterbeine lang, muskulös sind und dem Hund eine leichte, freie Bewegung ermöglichen. Der Schwanz, der in einigen Ländern traditionell kupiert wird, ist an den Orten, wo das Kupieren verboten ist, leicht gebogen und verjüngt sich zur Spitze, hoch getragen.

Insgesamt präsentiert sich der Japanische Terrier als schlanker, eleganter und lebhafter Hund, der ideal für die Rolle des Begleiters und Zierhundes geeignet ist.

Charakteristische Merkmale

Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Wohnungstauglich
Für Erstbesitzer geeignet
Toleriert kaltes Wetter
Toleriert heißes Wetter
Leicht zu pflegen
Wenig sabbernd
Nicht anfällig für Fettleibigkeit
Nicht zum Beißen neigend
Entweicht nicht
Starke Gesundheit

Vorteile

  • Freundlicher und geselliger Charakter
  • Pflegeleicht und wartungsarm
  • Ausgezeichneter Hund für Wohnungen und kleine Räume
  • Intelligent und gut trainierbar
  • Kleine Größe ideal für Familien.

Nachteile

  • Er kann schüchtern und misstrauisch gegenüber Fremden sein
  • benötigt regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
  • kann eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit des Besitzers sein
  • toleriert keine lange Einsamkeit.

Verhaltensbewertungen

Rassengeschichte

Die Geschichte des japanischen Terriers ist eine faszinierende Erzählung über interkulturelle Einflüsse und die Hundezucht in Japan. Die Anfänge dieser Rasse reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, als holländische Seefahrer im Hafen von Nagasaki ankamen und kurzhaarige Foxterrier aus Holland mitbrachten.

Diese europäischen Hunde wurden dann mit einheimischen japanischen Rassen und kleinen Jagdhunden, wie kleinen Pointer, gekreuzt. Infolge dieser Verpaarungen entstand eine neue Rasse, die die Merkmale europäischer Terrier mit den Eigenschaften einheimischer japanischer Hunde verband.

Anfangs wurde der japanische Terrier zum Jagen von Nagetieren in Hafenlagern und auf Schiffen eingesetzt, wo seine Wendigkeit und sein Jagdinstinkt sehr geschätzt wurden. Mit der Zeit entwickelte sich diese Rasse jedoch in Richtung Begleithund und Zierhund und gewann an Popularität unter den Bewohnern von Hafenstädten wie Kobe und Yokohama.

In den 1920er Jahren begann die planmäßige und systematische Zucht des japanischen Terriers, um die Rasseneigenschaften zu stabilisieren und deren Qualität zu verbessern. Züchter arbeiteten daran, das Aussehen, das Temperament und den Rassestandard zu vereinheitlichen. Erst um 1930 wurde der Typ der Rasse vollständig gefestigt und als standardisiert anerkannt.

Im selben Jahr, 1930, wurde der japanische Terrier offiziell vom Japanischen Kennel Club (JKC) anerkannt, was einen wichtigen Schritt in seiner weiteren Entwicklung und Förderung darstellte. Diese Anerkennung trug dazu bei, das Interesse an der Rasse bei Hundefreunden in Japan und darüber hinaus zu steigern.

Obwohl der japanische Terrier heute eine ziemlich seltene Rasse ist, selbst in seiner Heimat, ziehen sein einzigartiger Charakter, sein elegantes Aussehen und seine reiche Geschichte viele treue Hundefreunde auf der ganzen Welt an. Diese Rasse wurde auch von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) unter der Standardnummer 259 in Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Kleine Terrier) anerkannt.

Heute ist der japanische Terrier ein geschätzter Begleithund, der seinen lebhaften Temperament, seine Intelligenz und seine Hingabe an die Besitzer bewahrt hat und ein lebendiges Zeugnis der historischen Zuchtzusammenarbeit zwischen Ost und West darstellt.