
Waliser Corgi Pembroke
FCI-Gruppe
1• FCI 39
Größe
Klein
Herkunftsland
GB
Höhe
25-30 cm
Gewicht
9-12 kg
Lebenserwartung
12-15 Jahre
Temperament
Überblick
Welsh Corgi Pembroke ist eine äußerst charmante Hunderasse mit einer reichen britischen Geschichte als Hütehund. Diese kleinen, aber energiegeladenen Hunde haben seit Jahrhunderten Hirten beim Treiben von Vieh unterstützt – ihre niedrige, stämmige Statur ermöglichte es ihnen, geschickt den Tritten von Nutztiere auszuweichen. Der charakteristische Fuchs Kopf mit runden, braunen Augen und mittelgroßen, aufrechten Ohren verleiht ihnen einen äußerst wachen und aufmerksamen Ausdruck.
Das Fell des Welsh Corgi Pembroke ist mittellang, gerade und dicht, mit gut entwickeltem Unterfell, was es widerstandsfähig gegen wechselhafte Wetterbedingungen macht. Die häufigsten Farbschläge sind einheitlich rot, dreifarbig (schwarz-braun mit weiß) und rot-braun, oft mit charakteristischen weißen Abzeichen an den Pfoten, der Brust und dem Hals. Ihr sympathisches Aussehen wurde noch weiter verbreitet durch Königin Elizabeth II., die ihr ganzes Leben lang Besitzerin dieser Rasse war.
Trotz ihrer geringen Größe – die Schulterhöhe beträgt nur 25–30 cm – verfügt der Welsh Corgi Pembroke über beeindruckende Energie und Vitalität. Ihr freundliches, offenes Temperament macht sie zu hervorragenden Begleitern in Familien mit Kindern und anderen Tieren. Dank ihrer hohen Intelligenz lernen sie schnell neue Kommandos und sind ideal für das Training in Gehorsam oder Hundesportarten wie Agility. Moderne Corgis spielen vor allem die Rolle von Begleithunden, die sich stark an ihre Besitzer binden und jede gemeinsam verbrachte Zeit genießen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie aufgrund ihrer charakteristischen Körperstruktur (langer Körper, kurze Beine) anfällig für Rückenprobleme sind, weshalb regelmäßige, moderate Bewegung und Gewichtskontrolle wichtig sind.
Der Welsh Corgi Pembroke zeichnet sich durch seine charakteristische, niedrige Silhouette und seinen soliden, kompakten Körperbau aus. Der Kopf hat die Form eines Fuchses – breit zwischen den Ohren, mit einer moderaten Stop und einer leicht verjüngten Schnauze. Die Augen sind gut gesetzt, rund, von mittlerer Größe und braun (Schattierung angepasst an das Fell), was ihnen einen Ausdruck von Intelligenz und Wachsamkeit verleiht.
Die Ohren sind von mittlerer Größe, aufrecht und leicht abgerundet an den Spitzen. Laut dem FCI-Standard sollte eine Linie, die von der Nasenspitze durch die Mitte des Auges gezogen wird, die Ohrspitze schneiden oder nahe daran vorbeiführen, was die harmonischen Proportionen des Kopfes unterstreicht. Der Körper ist von mittlerer Länge, nicht zu kurz, mit einer horizontalen Rückenlinie und einem starken, muskulösen Bau.
Körperliche Parameter der Rasse:
- Schulterhöhe: 25–30 cm
- Gewicht der Rüden: 10–12 kg
- Gewicht der Hündinnen: 9–11 kg
- Der Körper ist etwas länger als hoch (Verhältnis 3:5 von der Schnauzenlänge zur Schädelgröße)
Das Fell ist von mittlerer Länge, gerade und dicht, mit gut entwickeltem Unterfell, das wetterfest ist. Die Fellfarbe kann sein:
- Einfarbig rot (in verschiedenen Schattierungen)
- Dreifarbig – schwarz-braun mit Weiß
- Schwarz-braun
- Weiße Abzeichen sind an den Pfoten, der Brust, dem Hals sowie in geringem Maße auf dem Kopf und der Schnauze zulässig
Der Schwanz wurde traditionell kupiert, jedoch tragen heutzutage immer mehr Tiere einen natürlich langen Schwanz, der während der Bewegung über oder unter der Rückenlinie gehalten wird. Es gibt auch natürliche Bobtails (angeborene kurze Schwänze). Die Silhouette des Welsh Corgi Pembroke strahlt Energie, Wachsamkeit und Lebensfreude aus – ihre dynamische Haltung und ausgeprägte Persönlichkeit machen sie weltweit äußerst erkennbar und geliebt.
Welsh Corgi Pembroke ist eine Rasse mit mutigem, freundlichem und offenem Temperament. Laut dem FCI-Standard sind diese Hunde fleißig, gesellig und niemals nervös oder aggressiv. Ihre hohe Intelligenz und natürliche Arbeitsbereitschaft machen sie zu hervorragenden Begleitern sowohl für Familien mit Kindern als auch für aktive Singles.
Corgi Pembroke zeigen einen starken Hüteinstinkt – sie können sanft Kinder oder andere Tiere treiben und sie an den Fersen zwicken, was ein natürliches Verhalten ist, das aus ihrer Hütevergangenheit resultiert. Daher sind frühe Sozialisierung und Training entscheidend, um angemessene Verhaltensreaktionen zu formen.
Wesentliche Charaktereigenschaften:
- Familientreue – sie binden sich stark an ihre Besitzer
- Fröhliches, optimistisches Wesen – voller Energie und Lebensfreude
- Achtsamkeit – trotz ihrer kleinen Größe können sie ausgezeichnete Alarmhunde sein
- Geselligkeit – fühlen sich wohl in Gesellschaft von Menschen und anderen Tieren (nach entsprechender Sozialisierung)
- Intelligenz und Scharfsinn – lernen schnell neue Kommandos
Aufgrund ihrer Intelligenz benötigen Welsh Corgi Pembroke regelmäßige geistige Stimulation. Ohne angemessene Beschäftigung können sie sich langweilen, was zu unerwünschtem Verhalten wie übermäßigem Bellen oder Zerstörung von Gegenständen führen kann. Sie eignen sich hervorragend für Hundesportarten (Agility, Gehorsam, Frisbee) sowie für interaktive Spiele.
Corgis haben auch einen starken Charakter und können eine gewisse Unabhängigkeit oder Sturheit zeigen, was vom Besitzer Konsequenz im Training erfordert. Dennoch werden sie bei einem richtigen Ansatz, der auf positiver Verstärkung basiert, zu gehorsamen, kooperativen Hunden. Ihre fröhliche, energiegeladene Natur bringt viel Freude ins Haus und sie sind unverzichtbare Begleiter für viele Jahre.
Welsh Corgi Pembroke ist im Allgemeinen eine gesunde Rasse, jedoch ist sie aufgrund ihrer charakteristischen Körperbauweise (langer Körper, kurze Beine) anfällig für bestimmte orthopädische und genetische Erkrankungen. Die Besitzer sollten sich dieser Risiken bewusst sein und die Gesundheit ihres Hundes regelmäßig überwachen.
Die häufigsten Gesundheitsprobleme bei Welsh Corgi Pembroke:
- Diskopathie (Bandscheibenerkrankung) – Aufgrund der langen Wirbelsäule und der kurzen Beine ist die Rasse besonders anfällig für Bandscheibenschäden, was zu Schmerzen, Lähmungen und in extremen Fällen zu Lähmungen führen kann. Sprünge aus Höhen, übermäßiges Treppenlaufen und unkontrollierte plötzliche Bewegungen sollten vermieden werden.
- Hüftgelenkdysplasie (HD) – kann bei dieser Rasse auftreten und zu Schmerzen sowie eingeschränkter Beweglichkeit führen. Renommierte Züchter führen Gelenuntersuchungen bei Zuchthunden durch.
- Grauer Star und andere Augenkrankheiten – treten bei älteren Tieren auf, daher werden regelmäßige augenärztliche Untersuchungen empfohlen.
- Herzkrankheiten (Kardiomyopathien) – können bei einigen Individuen auftreten.
- Fettleibigkeit – Corgis neigen zur Gewichtszunahme, was die Wirbelsäule und Gelenke zusätzlich belastet und zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann. Gewichtskontrolle ist absolut entscheidend!
- Von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörungen) – tritt selten auf, ist aber erwähnenswert.
Prävention und Empfehlungen:
- Regelmäßige Tierarztbesuche (mindestens einmal im Jahr, bei älteren Hunden häufiger)
- Gewichtskontrolle – die Aufrechterhaltung eines normalen Körpergewichts ist der wichtigste Aspekt der Prävention von Wirbelsäulenerkrankungen
- Moderate, regelmäßige körperliche Aktivität – Sprünge und plötzliche Bewegungen vermeiden
- Ausgewogene Ernährung, die auf das Alter und Aktivitätsniveau abgestimmt ist
- Genetische Untersuchungen bei Zuchthunden
- Erhaltung einer guten Muskulatur des Rückens durch geeignete Übungen
Bei angemessener Pflege, richtiger Ernährung und regelmäßiger Aktivität kann der Welsh Corgi Pembroke ein gesundes Leben von 12–15 Jahren genießen. Der Schlüssel ist das Bewusstsein des Besitzers und ein proaktiver Ansatz zur Gesundheit des Hundes.
Die Pflege des Welsh Corgi Pembroke ist relativ einfach, erfordert jedoch Regelmäßigkeit, insbesondere während der Zeiten des intensiven Fellwechsels. Das Fell dieser Rasse ist mittellang, gerade und dicht, mit gut entwickeltem Unterfell, das vor Kälte und Nässe schützt.
Bürsten:
- In normalen Zeiten: mindestens einmal pro Woche, um abgestorbene Haare zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen.
- In der Zeit des Frühlings- und Herbstfellwechsels: täglich oder jeden zweiten Tag – Corgis haaren zweimal im Jahr ziemlich intensiv, was erhöhte Aufmerksamkeit erfordert.
- Verwenden Sie eine Bürste mit dichten Borsten und einen Kamm für das Unterfell (Furminator) – dies hilft, überschüssiges Fell effektiv zu entfernen.
Bad:
Corgis benötigen kein häufiges Baden – ein Bad alle 2–3 Monate oder wenn der Hund besonders schmutzig ist, reicht aus. Übermäßiges Waschen kann zu trockener Haut und dem Verlust der natürlichen Öle führen, die das Fell schützen. Verwenden Sie milde Shampoos, die für Hunde geeignet sind.
Ohrenpflege:
Aufgrund der stehenden Ohren, die gut belüftet sind, kommen Ohrprobleme selten vor. Dennoch ist es ratsam, die Ohren regelmäßig (einmal pro Woche) auf Verschmutzungen, Rötungen oder unangenehme Gerüche zu überprüfen. Reinigen Sie die Ohren mit einem sanften Ohrenreinigungsmittel für Hunde.
Zahnpflege:
Die Mundhygiene ist sehr wichtig! Putzen Sie die Zähne Ihres Hundes 2–3 Mal pro Woche mit einer speziellen Zahnbürste und Zahnpasta für Hunde. Regelmäßige Pflege beugt Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Zahnverlust vor. Zusätzlich können Sie Zahnpflege-Leckerlis verwenden.
Kratzen der Krallen:
Die Krallen sollten alle 3–4 Wochen geschnitten werden, wenn sie sich nicht natürlich beim Spazierengehen abnutzen. Zu lange Krallen können Unbehagen und Gehprobleme verursachen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, bitten Sie Ihren Tierarzt oder Groomer um Hilfe.
Kontrolle der Pfoten und Ballen:
Überprüfen Sie regelmäßig die Pfoten auf Wunden, Risse in den Ballen oder eingewachsene Krallen, insbesondere nach Spaziergängen in schwierigem Gelände.
Insgesamt ist die Pflege des Welsh Corgi Pembroke nicht anspruchsvoll, erfordert jedoch Systematik. Regelmäßige Bürstsitzungen sind auch eine hervorragende Gelegenheit, die Bindung zu Ihrem Hund zu stärken und seine Gesundheit zu beobachten.
Welsh Corgi Pembroke ist eine energische und arbeitsame Rasse, die regelmäßige körperliche Aktivität benötigt, um ihre körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten. Diese ehemaligen Hütehunde lieben Bewegung, Spiele und mentale Herausforderungen.
Empfohlene Bewegungsmenge:
- Mindestens 45–60 Minuten Aktivität täglich – Spaziergänge, Spiele, Training
- Am besten auf 2–3 Einheiten verteilt (morgens, nachmittags, abends)
- Intensität angepasst an Alter, Fitness und Wetterbedingungen
Geeignete Formen der Aktivität:
- Spaziergänge – tägliche Wanderungen in unterschiedlichem Tempo (gemütlich und energisch)
- Apportierspiele – Ball, Frisbee (Sprünge und ruckartige Bewegungen vermeiden!)
- Agility – ausgezeichnete Aktivitätsform für intelligente Corgis (mit geeigneten Hindernissen)
- Gehorsam (Obedience) – geistige und körperliche Stimulation
- Suchspiele (Nosework) – Nutzung natürlicher Instinkte
- Schwimmen – hervorragende, gelenkschonende Art der Aktivität (unter Aufsicht)
- Wanderungen, Trekking
- ❌ Sprünge aus Höhen vermeiden (vom Sofa, Bett, Auto) – enorme Belastung für die Wirbelsäule!
- ❌ Treppenlaufen einschränken – kann zu Bandscheibenschäden führen
- ❌ Nicht auf den Hinterbeinen stehen lassen – kann die Wirbelsäule schädigen
- ✅ Rampen benutzen oder den Hund hochheben, wenn er auf eine höhere Ebene muss
Geistige Stimulation:
Ebenso wichtig wie körperliche Aktivität! Welsh Corgi Pembroke sind sehr intelligent und benötigen mentale Herausforderungen:
- Interaktive Spielzeuge und Rätsel für Hunde
- Neue Tricks und Kommandos lernen
- Suchspiele (versteckte Leckerlis finden)
- Gehorsamkeitstraining
Ohne die richtige Menge an Bewegung und geistiger Stimulation können Corgis langweilig werden, was zu: übermäßigem Bellen, Zerstörung von Gegenständen, Überaktivität oder Verhaltensproblemen führt. Regelmäßige Aktivität hilft auch bei der Gewichtskontrolle, die für die Gesundheit der Wirbelsäule entscheidend ist. Gemeinsame Spaziergänge und Spiele sind eine hervorragende Gelegenheit, die Bindung zu Ihrem Hund zu stärken und ihm ein glückliches, erfülltes Leben zu ermöglichen!
Welsh Corgi Pembroke ist eine sehr intelligente Rasse, die neue Kommandos schnell erlernt und gerne mit ihrem Besitzer zusammenarbeitet. Ihre natürliche Klugheit und Arbeitsfreude machen das Training zu einem Vergnügen, solange die richtigen Methoden angewendet werden.
Die besten Trainingsmethoden:
- Positive Verstärkung – Belohnung gewünschter Verhaltensweisen mit Leckerlis, Lob und Spiel. Corgis reagieren hervorragend auf diese Art von Motivation.
- Konsequenz – klare Regeln und deren Durchsetzung. Corgis können stubborn sein, daher muss der Besitzer bestimmt (aber niemals aggressiv) sein.
- Kurze, intensive Einheiten – 10–15 Minuten Training 2–3 Mal täglich. Langeweile und Konzentrationsverlust vermeiden.
- Früher Start – das Training sollte bereits ab der 8.–10. Lebenswoche des Welpen beginnen.
Sozialisation (KRIITISCH WICHTIG!):
Aufgrund des starken Hüteinstinkts und der Wachsamkeit ist frühe und intensive Sozialisation entscheidend. Der Welpe sollte verschiedenen Reizen ausgesetzt werden:
- Verschiedene Personen (Erwachsene, Kinder, Fremde)
- Andere Hunde und Tiere
- Verschiedene Umgebungen (Stadt, Wald, Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel)
- Verschiedene Geräusche (Autos, spielende Kinder, Haushaltsgeräte)
Ein gut sozialisierter Corgi ist freundlich, selbstbewusst und ruhig in verschiedenen Situationen.
Grundkommandos zum Erlernen:
- Sitz, Platz, Bleib
- Rückruf (Komm zu mir) – das wichtigste Sicherheitskommando!
- Lass es / Gib ab
- Nein (nicht an der Leine ziehen)
- Ruhe (Kontrolle des Bellens)
Fortgeschrittene Trainingsaktivitäten:
- Agility – eine hervorragende Aktivitätsform für agile und intelligente Corgis
- Gehorsam (Obedience) – präzise Ausführung von Kommandos
- Nosework (Schnüffelarbeit) – Nutzung der natürlichen Instinkte
- Tricks (sich wälzen, Pfote geben, sich drehen usw.) – hervorragende geistige Stimulation
Häufige Herausforderungen im Training:
- Sturheit und Unabhängigkeit – Corgis können versuchen, Grenzen zu testen. Konsequenz ist erforderlich.
- Hüteinstinkt – sie können an den Fersen schnappen, besonders bei Kindern. Dieses Verhalten sollte von Welpenalter an unterdrückt werden.
- Bellen – sie können viel bellen, besonders wenn sie gelangweilt oder unzureichend stimuliert sind. Das Erlernen des Kommandos Ruhe ist entscheidend.
- Essen motiviert – verwenden Sie Leckerlis klug, um Übergewicht zu vermeiden.
❌ Was zu VERMEIDEN ist:
- Körperliche Strafen – niemals den Hund schlagen!
- Schreien und Aggression – führt zu Angst und Vertrauensverlust
- Monotonie – Corgis langweilen sich schnell, variieren Sie das Training
Mit dem richtigen Ansatz, der auf positiver Verstärkung und Konsequenz basiert, werden Welsh Corgi Pembroke zu gehorsamen, kooperativen Hunden, die mit Freude neue Dinge lernen. Training ist auch eine hervorragende Gelegenheit, eine starke Bindung zum Hund aufzubauen und seine natürlichen Talente zu entwickeln.
Eine geeignete Ernährung ist das Fundament der Gesundheit des Welsh Corgi Pembroke. Diese Rasse hat eine starke Neigung zu Fettleibigkeit, was aufgrund der spezifischen Körperstruktur (langer Rücken, kurze Beine) zu ernsthaften orthopädischen Problemen führen kann. Die Gewichtskontrolle ist absolut entscheidend!
Grundsätze der Ernährung:
- Hochwertiges Futter – wähle Premium-Produkte mit hohem Fleischanteil (mind. 60–70%), niedrigem Getreideanteil und ohne künstliche Zusätze.
- Portionsanpassung an Alter, Gewicht und Aktivität – Welpen, erwachsene Hunde und Senioren haben unterschiedliche Bedürfnisse.
- Regelmäßige, feste Fütterungszeiten – 2 Mahlzeiten täglich für erwachsene Hunde (Welpen 3–4 Mal).
- Portionskontrolle – genaue Abmessung der Futtermenge gemäß den Empfehlungen des Herstellers oder Tierarztes.
- Vermeidung von Tischfütterung – menschliche Nahrung enthält oft Zutaten, die für Hunde schädlich sind und zu Fettleibigkeit führen.
Futterarten:
- Trockenfutter – praktisch, hilft bei der Zahnreinigung, lange haltbar
- Nassfutter – höherer Feuchtigkeitsgehalt, schmackhaft, aber schneller verderblich
- B.A.R.F.-Diät (rohes Fleisch und Knochen) – erfordert Wissen und Beratung durch einen Tierarzt
- Es ist möglich, verschiedene Futterarten zu kombinieren (z.B. trocken + nass)
Wichtige Nährstoffe:
- Eiweiß (25–30%) – Baustoff für Muskeln, am besten aus tierischen Quellen
- Fette (12–15%) – Energie, gesunde Haut und Fell
- Kohlenhydrate (maßvoll) – Energie, Ballaststoffe
- Vitamine und Mineralien – Unterstützung des Immunsystems, der Knochen und Gelenke
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – Unterstützung der kognitiven Funktionen, gesundes Fell
GEWICHTSKONTROLLE (AM WICHTIGSTEN!):
Aufgrund der Neigung zur Fettleibigkeit, überwache regelmäßig das Gewicht deines Hundes:
- Wiegen alle 2–4 Wochen
- Erwachsener Rüde: 10–12 kg
- Erwachsene Hündin: 9–11 kg
- Der Hund sollte eine spürbare Taille und Rippen haben, die unter einer dünnen Fettschicht fühlbar sind
- Wenn der Hund zunimmt – reduziere die Portionen und erhöhe die körperliche Aktivität
Leckerlis und Belohnungen:
- Sie sollten maximal 10% der täglichen Kalorienmenge ausmachen
- Wähle gesunde, kalorienarme Optionen (z.B. Karotte, Apfel, spezielle Diät-Leckerlis)
- Verwende während des Trainings kleine Stücke – Geschmack, nicht Menge, ist wichtig
- Vermeide Süßigkeiten, Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Trauben – sie sind giftig für Hunde!
Zugang zu Wasser:
Stelle sicher, dass der Hund ständigen Zugang zu frischem, sauberem Wasser hat. Wechsle das Wasser täglich und reinige den Napf regelmäßig.
Ergänzungen:
- Omega-3-Fettsäuren (Lachsöl) – Unterstützung der Gelenke und des Fells
- Glucosamin und Chondroitin – Unterstützung der Gelenke (insbesondere bei älteren Hunden)
- Probiotika – Gesundheit des Verdauungssystems
- Berate die Ergänzungen mit einem Tierarzt!
Ernährung nach Alter:
- Welpen (0–12 Monate) – Welpenfutter, reich an Eiweiß und Kalorien, 3–4 Mahlzeiten täglich
- Erwachsene (1–7 Jahre) – Futter für erwachsene Hunde, 2 Mahlzeiten täglich
- Senioren (8+ Jahre) – Futter für ältere Hunde, reduzierte Kalorienanzahl, Unterstützung der Gelenke
Bei richtig ausgewogener Ernährung und Gewichtskontrolle kann der Welsh Corgi Pembroke ein gesundes Leben über viele Jahre genießen. Regelmäßige Konsultationen mit dem Tierarzt helfen, die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse des Hundes anzupassen.
Charakteristische Merkmale
Vorteile
- Freundlicher und geselliger Charakter
- Hohe Intelligenz und Leichtigkeit beim Training
- Loyalität gegenüber der Familie
- Energisch und voller Vitalität
- Geringe Pflegeanforderungen
- Ideal für das Leben in einer Wohnung (trotz der Energie)
- Ausgezeichnete Begleithunde für Familien mit Kindern.
Nachteile
- Anfälligkeit für Wirbelsäulenerkrankungen (Diskopathie)
- Starke Neigung zur Fettleibigkeit
- Benötigt regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
- Kann während des Trainings stur sein
- Hüteinstinkt (an den Fersen schnappen)
- Intensives Haaren zweimal im Jahr
- Kann viel bellen ohne angemessenes Training.
Verhaltensbewertungen
Rassengeschichte
Welsh Corgi Pembroke ist eine der beiden eigenständigen Corgi-Rassen (neben Welsh Corgi Cardigan), deren Geschichte bis ins mindestens 10. Jahrhundert zurückreicht. Die Rasse stammt aus dem Pembrokeshire County im Südwesten von Wales, wo sie über Hunderte von Jahren als Herdenschutzhund für das Vieh diente.
Es gibt mehrere Legenden über die Herkunft der Corgis. Eine der charmantesten besagt, dass Corgis die Pferde von Feen und Elfen in der walisischen Mythologie waren – daher das charakteristische Muster in Form eines Sattels auf dem Rücken mancher Tiere. Eine glaubwürdigere Theorie besagt, dass die Vorfahren der Corgi Pembroke um 1107 von flämischen Webern nach Wales gebracht wurden, die sich in der Gegend niederließen. Wahrscheinlich hat die Rasse gemeinsame Vorfahren mit skandinavischen Rassen wie dem schwedischen Vallhund.
Herdenschutzrolle:
Welsh Corgi Pembroke wurden als Herdenschutzhunde für das Vieh eingesetzt – ihre niedrige Statur erlaubte es ihnen, Tritten von Nutztieren zu entkommen, und ihre kurzen Beine ermöglichten schnelle Manöver. Diese Hunde zwickten das Vieh in die Fersen, um die Herden in die richtige Richtung zu bewegen. Sie wurden besonders für ihre Intelligenz, Ausdauer und Tapferkeit geschätzt.
Offizielle Anerkennung der Rasse:
- Bis 1934 wurden Corgi Pembroke und Cardigan als eine Rasse angesehen.
- 1925 wurde Corgi erstmals auf einer Ausstellung des Kennel Clubs in Großbritannien präsentiert.
- 1934 teilte die FCI (Fédération Cynologique Internationale) offiziell Pembroke und Cardigan in zwei eigenständige Rassen.
- FCI-Standard für Pembroke: Gruppe 1, Sektion 2 (Herdenschutzhunde für das Vieh), ohne Arbeitsprüfung.
Königliche Schirmherrschaft:
Die internationale Popularität des Welsh Corgi Pembroke verdankt sich der britischen Königsfamilie. 1933 schenkte der Herzog von York (später König Georg VI.) seiner Tochter – der zukünftigen Königin Elizabeth II. – einen Corgi-Welpen namens Dookie. Seitdem wurde Königin Elizabeth zur bekanntesten Liebhaberin dieser Rasse und züchtete über 70 Jahre lang Corgi Pembroke. Sie besaß über 30 Corgis sowie einige Dorgis (Mischlinge aus Corgi und Dachshund). Der letzte Corgi der Königin, Willow, starb 2018, was das Ende dieser Zuchtlinie bedeutete.
Dank der königlichen Schirmherrschaft erlangte die Rasse enorme Popularität auf der ganzen Welt. Corgis wurden zu einem Symbol der britischen Kultur und nationalen Identität.
Gegenwart:
Heute dienen Welsh Corgi Pembroke hauptsächlich als Begleithunde, obwohl einige Tiere immer noch für die Arbeit mit Vieh auf Farmen in Wales eingesetzt werden. Die Rasse erfreut sich großer Beliebtheit in sozialen Medien, Filmen und der Popkultur – ihre charmante Statur und fröhliche Persönlichkeit haben sie zu einem der bekanntesten Hunde der Welt gemacht. Im Jahr 2022 aktualisierte die FCI den Rassestandard und berücksichtigte Änderungen in der Bewertung des Aussehens und Verhaltens von Corgi Pembroke.
Welsh Corgi Pembroke ist eine Rasse mit reicher Geschichte, starkem Charakter und außergewöhnlichem Charme, die seit Jahrhunderten den Menschen – von walisischen Hirten bis zur britischen Monarchie – zur Seite steht und weiterhin die Herzen von Millionen auf der ganzen Welt erobert.



